Windows 8 und die Erwartungshaltungen

Auch in den letzten Tagen vermelden es wieder einige IT-News Seiten: mal wieder hat sich irgendein Manager abfällig über Windows 8 geäußert. Die Plattform wäre nicht wettbewerbsfähig und sei nicht besser als Windows Vista, sagte Jun Dong-soo, Manager der Speichersparte des koreanischen Herstellers Samsung.

In den Foren köcheln dann wieder die “hab ich ja gleich gesagt” Meinungen hoch und es wird kräftig auf die neue Oberfläche geschimpft. Man holt wieder das Gerücht heraus, die gesamte Oberfläche sei mit der Maus unbedienbar geworden und vielen anderen Unsinn. Aber wenn man mal ein wenig nachdenkt und schaut, aus welcher Richtung solche Meldungen kommen, dann lesen sie sich anders.

Was ist also wirklich passiert? Und wo ist jetzt die Schuld von Microsoft?

Einige Manager von Hardwarefirmen erwarten von einer neuen Betriebssystemversion grundsätzlich einen kräftigen Anschub ihrer Verkaufszahlen. Das neue System muss die Leute dazu bringen, neue Hardware zu kaufen – im Fall der Samsung Speichersparte halt Arbeitsspeicher. Idealerweise muss dieser Anschub sofort mit der Präsentation des neuen Systems beginnen und dann möglichst lange anhalten.

Warum ist das illusorisch?

Seit Windows Vista hat man bei Windows in etwa gleichbleibende Hardware-Anforderungen. Mit 2 GB Ram ist man mit der 32-bit Version von Windows 8 gut unterwegs, eine einfache Dual Core CPU reicht ebenfalls aus. Gegenüber Windows 7 wurde die Performance sogar verbessert, d.h. auch ältere PCs laufen oftmals merkbar flotter. Wie alt sind solche PCs heute? Fünf bis sieben Jahre. Das ist ein Alter, das früher viele PCs kaum erreicht haben, da die Ressourcenanforderungen von Betriebssystemversion zu Betriebssystemversion kräftig gestiegen sind. Nahezu jeder, der in den letzten sechs Jahren einen PC gekauft hat, kann diesen aber auch heute noch problemlos nutzen – sogar mit der aktuellsten Windows Version. Der Markt im Bereich PCs und Notebooks ist also schlicht gesättigt.

Nun hätte Microsoft ein Windows 8 herausbringen können, welches einige der Kritikpunkte, die es sicherlich gibt, nicht gehabt hätte. Sie hätten weniger große, sichtbare Änderungen vorgenommen, sondern nur viele kleine Details verbessert. Man hätte das alte Startmenü beibehalten, jegliche Touch-Bedienung rein optional gemacht. Das System wäre mehr evolutionär gereift, ein paar böse Stimmen der User wären weniger da gewesen. Aber was hätte das für die Hardware-Hersteller bedeutet, die ja, wie Herr Jun von Samsung von Windows enttäuscht sind? Richtig: überhaupt keinen Unterschied! Auch dann wären die Leute nicht plötzlich wie die Lemminge in die Läden gerannt und hätten neue PCs gekauft! Auch dann würden die Firmen, die gerade erst von XP auf Windows 7 migriert sind, nicht plötzlich auf Windows 8 migrieren.

Oder deutlicher gesagt: selbst wenn jeder einzelne Windows-Benutzer Windows 8 sofort auf Anhieb deutlich besser finden würde als Windows 7, würde das die Hardwareverkäufe nicht merkbar ankurbeln, denn auch dann würde Windows 8 immer noch auf der selben Hardware laufen, wie Windows 7 zuvor.

Was fehlt also?

Um den Verkauf von Hardware anzukurbeln braucht es schlichtweg nur eines: interessante Hardware mit neuen, sinnvollen Features zu einem passenden, fairen Preis. Wer also als Hardware-Hersteller Trends verpennt, nicht in die Entwicklung investiert, keine neuen Geräteklassen erfindet oder Trends erkennt, der wird keinen Verkaufsschub sehen. Egal wie das Windows aussieht, was Microsoft gerade neu rausbringt.

Wenn, um beim Beispiel Samsung zu bleiben, ein Hersteller ernsthaft denkt, ein Tablet mit Windows RT zum UVP von 749 EUR würde ein Verkaufsschlager werden, wo man Tablets mit deutlich umfangreicherem Ökosystem für teilweise weniger als die Hälfte des Preises bekommt, dann ist das irgendwo zwischen frech und dämlich. Sicherlich ist es dann keine Schuld des Betriebssystem-Zulieferers, wenn der Plan grandios scheitert.

Man möchte mit dem Gemecker über Windows 8 also schlicht von den eigenen Fehlern und Versäumnissen ablenken – von der eigenen, total unsinnigen Produkt- und Preispolitik.

Dummerweise fällt die Journaille drauf rein.

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Endlich da: Adobe PDF 64-bit iFilter Version 11

Adobe stellt seit längerem einen iFilter für die Windows Suche bereit. Ist dieser installiert, können durchsuchbare PDF Dateien auch durch den Windows Indexdienst indiziert werden. Damit stehen direkt in der Windows Suche auch die Inhalte von PDF Dateien zur Verfügung. Wichtig ist dies natürlich für Clients, aber auch manch eine Dokumentenmanagementlösung verlässt sich auf die installierten iFilter.

Der Adobe Reader oder Adobe Acrobat installieren diesen iFilter standardmäßig mit – allerdings nur bei 32-bit Systemen. Seit Acrobat 9 bietet Adobe auch einen 64-bit iFilter an. Dieser wurde seitdem aber auch nie wieder aktualisiert und ist immer noch auf dem Stand der Version 9.0. Bis jetzt…

Seit kurzem ist über den ftp Server von Adobe eine Version 11 des 64-bit PDF iFilters verfügbar.

Download

Der iFilter kann auch ohne die Installation eines Adobe Produktes genutzt und z.B. auf Fileservern mit aktivierter Windows Suche installiert werden.

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Aufräumen unter Windows 8

Die bisherigen Tipps zur Vermeidung von zusätzlichen Tools, die einem das “Cleanen” oder “Tuning” des Systems versprechen, gelten natürlich weiterhin. Das einzig wirklich sinnvolle Tool in der Hinsicht bleibt die Windows Datenträgerbereinigung.

Microsoft war beim Schritt von Windows 7 zu 8 auch bei der Datenträgerbereinigung nicht ganz untätig und hat ihr eine kleine, feine, neue Funktion spendiert: das Aufräumen von veralteten Dateien aus dem WinSxS Ordner! In jenem Ordner speichert das System unterschiedliche Versionen von Komponenten, um der “DLL Hölle” früherer Windows Systeme zu umgehen. Leider wächst dieser Ordner mit der Zeit teilweise extrem stark an.

Startet man unter Windows 8 die Datenträgerbereinigung, kann man als Admin die Bereinigung der Systemdateien auswählen. In der Liste findet sich dann der Punkt “Windows Update-Bereinigung”. Wird dieser ausgewählt, wird das System angewiesen, beim nächsten Neustart einen Aufräumvorgang zu starten und die nicht mehr benötigten Dateien alter Updates aus dem WinSxS Ordner zu entfernen.

datentraegerbereinigungwin8

Die selben Funktionen bietet übrigens auch das Kommandozeilentool dism, was einige neue Parameter dazu gelernt hat. Hierzu gibt es einen interessanten Artikel auf André Zieglers Website mit allen neuen Parametern und deren Funktionen.

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Ich bau mir ein Windows 8, wie es mir gefällt…

…ganz ohne Affen und Pferde allerdings.

Schon vor dem offiziellen Release gab Microsoft ein etwa 160 MB großes Update für Windows 8 heraus, welches quasi als kleines “Servicepack” dient, aber ab sofort bei jeder Windows Installation zuerst mal nachinstalliert werden muss. Außerdem kam man bei Microsoft auf den Gedanken, standardmäßig das .net 3.5 Framework zwar mitzuliefern, aber zu deaktivieren. Wer heute Software installiert, die auf .net basiert, braucht aber meist nicht das in Windows 8 integrierte .net 4.5, sondern eine ältere Version.

Windows bietet seit einiger Zeit schon sehr mächtige Werkzeuge zum Abändern der vorgefertigten Installations-Images. Auch ohne die Installation des Automated Installation Kit kann man mit dem Tool dism via Kommandozeile die WIM Dateien mounten, bearbeiten und wieder zurückschreiben. Den Normalnutzer schreckt allerdings die Kommandozeile meist ab. Ich möchte heute kurz zeigen, dass es auch bequemer geht.

DISM GUI ist das Zauberwort! Hiermit wird die ganze Sache ziemlich einfach und lohnt sich auch dann, wenn man nur selten Windows neu installieren muss.

Wir starten damit, von http://dismgui.codeplex.com/ die aktuelle Version von DISM GUI herunterzuladen. Wenn man das Archiv entpackt, landet eine einzelne EXE Datei auf der Platte, die direkt gestartet werden kann. Bitte die EXE immer mit Rechtsklick und “Als Administrator ausführen” starten.

Nun brauchen wir noch das passende Image, das wir bearbeiten wollen. Ein von Microsoft heruntergeladenes ISO Image einer beliebigen Windows 8 Version tut seinen Dienst. Einfach per Doppelklick ins virtuelle DVD Laufwerk öffnen. Dort können wir die Daten nicht ändern, also legen wir jetzt auf der Festplatte einen Ordner “Win8Image” an und kopieren alle Ordner und Dateien aus dem gemounteten ISO Image in diesen Ordner. Das kann etwas dauern.

Ist der Kopiervorgang fertig, brauchen wir noch einen Arbeitsordner. Diesen habe ich ebenfalls auf C: angelegt und schlicht “Mount” genannt.

Nun kann in DISM GUI unter “Mount Control” mit “Choose WIM” die Install.WIM Datei aus dem Sources Unterordner des kopierten Images auswählen und dann mit “Mount WIM” öffnen.

dism1

Wenn man nun testweise auf “Open Mounted Folder” klickt, öffnet sich der Explorer mit dem “Mount” Ordner und man kann die Struktur der zukünftigen Windows Installation betrachten.

VORSICHT: man kann hier Dateien hinzufügen und auch löschen. Nicht alles, was man hier machen kann, führt am Ende aber zu einer funktionierenden Installationsquelle. Harmlos ist z.B. das Hinzufügen von weiteren Bildschirmhintergründen.

Auf der Seite “Driver Management” können nun gewünschte Treiber hinzugefügt werden. Für den Normaluser empfehle ich, nur fehlende Treiber für LAN, WLAN oder Festplattencontroller hinzuzufügen. Also genau die Treiber, die man unbedingt für die Installation benötigt, sowie direkt danach, um ins Internet zu kommen. Alles weitere ändert sich oft genug, dass sich die Integration nur im Firmenumfeld lohnt, wo Treiber selten aktualisiert werden.

dism2

Interessanter wird es jetzt beim Package Management. Das oben schon erwähnte Update steht bei Microsoft in zwei verschiedenen Versionen zum Download.

Für 64-bit Systeme: http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=34908
Für 32-bit Systeme: http://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=34879

Ich teste hier mit der 64-bit Enterprise Testversion, also wurden die drei MSU Dateien aus dem ersten Link heruntergeladen und in einem Ordner gespeichert.

Nun kann in DISM GUI auf der Seite “Package Management” dieser Ordner mit “Choose Package Folder” ausgewählt werden. Mit “Add Packages” werden dann alle MSU Pakete aus dem gewählten Ordner dem Image hinzugefügt.

dism3

Das Hinzufügen kann gerade bei größeren Updates einige Minuten dauern – insbesondere wenn statt einer SSD noch eine langsame Festplatte zum Einsatz kommt.

Zum Schluss können wir auf der Seite “Feature Management” mit dem Knopf “Get Features from WIM” auflisten lassen, welche Features im Image vorhanden sind und dann durch Eingabe von “NetFx3” im Feld “Feature Name” und klicken auf “Enable Feature” das .net Framework 3 aktivieren.

dism4

Nachdem all diese Optionen durchgeführt wurden, ist das Image an sich schon fast bereit. Zuletzt kann man jetzt noch ein “Cleanup Image” aus dem “Tools” Menü ausführen, und zum guten Schluss das Image mit “Dismount WIM” wieder entmounten. Die Frage, ob die Änderungen gespeichert werden sollen, ist jetzt natürlich positiv zu beantworten.

Der Commit, d.h. das Rückschreiben der Änderungen in die WIM Datei selber dauert nun natürlich wieder etwas.

Aus den Daten kann man jetzt z.B. einen bootfähigen USB Stick erstellen und damit ganz einfach Windows 8 installieren und überprüfen, ob alle Änderungen sauber funktioniert haben.

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Die Quadratur der Kachel–Windows 8 in der Praxis

Der erste richtige Test von Windows 8 fand hier Anfang Juli seinen Weg ins Blog. Damals auch schon mit recht gemischten Gefühlen und der festen Planung, es nur auf dem Tablet zu installieren, wenn es denn als fertige Version verfügbar wird.

Nun, für diverse Nutzer ist Windows 8 schon einige Wochen verfügbar und nachdem ab morgen offiziell der Verkauf startet, wollte ich doch noch ein wenig berichten, was aus diesem Vorsatz geworden ist: nichts. Zwinkerndes Smiley

Auf dem Tablet wurde tatsächlich die fertige Version von Windows 8 am Tage des Erscheinens installiert. Sie läuft dort wunderbar, Apps “flutschen”, die Anzahl davon im Store nimmt täglich zu und vieles macht einfach Spaß. Nette Spiele für nebenbei, die Mail-App, die auch mit dem Exchange Server spricht und trotz geringer Hardwareausstattung keine Probleme. So muss das sein.

Verwirrend wird es weiterhin, wenn man mit herkömmlichen Desktop Anwendungen zu tun hat. Die Einstellung der Schriftgrößen auf dem Desktop auf 175% hilft da schon deutlich. Aber alleine der Weg, ohne Maus eine Desktop Anwendung deinstallieren zu wollen… die Einblendung des Symbols der Systemsteuerung auf dem Desktop hilft da weiter. Mit der Maus wirds natürlich wieder problemloser, wenn man weiß, wo man fürs passende Menü klicken soll. Aber die gehört nun einmal nicht ans Tablet, sondern an den Desktop.

Und der war dann doch einige Tage später dran. Die Hardware ist aus heutiger Sicht zwar veraltet, aber immer noch recht performant und vor allem kein Billigstramsch gewesen, der kaum die Garantiezeit übersteht.

Der Test-Desktop:

Intel Core 2 Quad, 4x 2,67 Ghz
8 GB DDR2 Ram
Intel D975XBX2 Mainboard
80 GB Intel SSD
ATI Radeon HD 6670 Grafikkarte

Board und CPU dürften die sechs Jahre locker voll haben, SSD und Grafikkarte wurden irgendwann mal nachgerüstet. Neue Features wie UEFI oder ähnliches kennt das System natürlich nicht. Aber Windows 8 lässt sich problemlos installieren, erkennt die Hardware bis auf die Terratec Cinergy S2 PCI HD Karte vollständig und rennt los. Windows 7 war auf selbiger Hardware nicht langsam, aber Windows 8 legt locker noch mal eine Schippe drauf. Und überraschenderweise kann man auch auf einem Desktop PC unerwartet gut mit dem System arbeiten, wenn man sich halt nur etwas eingearbeitet hat.

Nein, ich revidiere jetzt nicht komplett meine Meinung, aber ein gewisser Gewöhnungseffekt tritt doch relativ schnell ein, wenn man sich mit dem System beschäftigt. Und war ein Windows 7 für mich nach der Installation bis auf wenige Einstellungen fast perfekt eingerichtet, benötigt Windows 8 zuerst einmal deutlich mehr Einstellungsaufwand, bis es auf einem normalen Desktop-PC nutzbar wird.

windows8start

Eine große Anzahl von vorinstallierten Apps wurde nach der Installation erst einmal stumpf deinstalliert. Statt den Mail- und Nachrichten-Apps kommen hier Office und ein normaler Messenger auf dem Desktop zum Einsatz, die ganzen Bing Apps werden mangels richtigem Browser ebenfalls nicht benötigt. An sich könnte man noch weiter abspecken, aber ich hoffe noch auf ein Update, was die Musik App nutzbar macht. So lange bleibt sie installiert. Allerdings werden die Dateiverknüpfungen per “Öffnen mit” durchweg auf Desktop Anwendungen umgeändert, egal ob MP3 oder JPG.

Installierte Desktop Anwendungen werden bis aufs eigentliche Programmsymbol vom Startbildschirm entfernt, um nicht zu viel Chaos zu haben. Damit sieht die Sache an sich recht übersichtlich aus. Dazu schnell noch ein “Herunterfahren” Knopf gebaut, der ein shutdown –s –h –t 0 aufruft und die Desktop Kachel an die bequemste Stelle gezogen.

Ein paar Dinge sind aber auch so noch ungewohnt. Einfaches Starten von Programmen per Druck auf die Windows Taste und darauf folgendem Lostippen des Programmnamens schaltet auf den Startbildschirm um. Win drücken, “cmd” und Enter tippen und es flackert mal kurz der Startbildschirm ein und wieder raus. Sieht nicht schön aus, funktioniert aber.

Hatte man im Startmenü von Windows 7 noch die zuletzt mit einem Programm genutzten Dokumente aufgelistet, fällt dies jetzt in der Kachelansicht weg. Man heftet nun also Programme eher an die Startleiste auf dem Desktop und hat dann per Rechtsklick aufs jeweilige Symbol die zuletzt damit geöffneten Dateien – was ja mit Windows 7 auch schon ging, nur hier dank dem herkömmlichen Startmenü kaum genutzt wurde.

Hat man diese kleinen Verrenkungen und Veränderungen verinnerlicht, sieht man von Startbildschirm, Charms und Apps recht wenig. Ist man einmal auf dem Desktop aktiv, kann man mit dem System an sich recht gewohnt arbeiten. Halt mit kleinen Verbesserungen im Explorer, dem schon erwähnten Quäntchen mehr Geschwindigkeit und zumindest hier mit allen bisher genutzten Anwendungen. Inwiefern einem momentan der Aufwand in einem gesunden Nutzen zum Erfolg steht, muss jeder selber entscheiden.

Auf vielen neuen PCs wird Windows 8 vor installiert sein – das sollte einen also nicht abschrecken. Bevor man ernsthaft überlegt, es durch irgendein altes oder anderes System zu ersetzen, sollte man doch erst einmal einige Wochen damit arbeiten. Vielleicht entwickelt sich dann ja auch noch so etwas wie “Liebe auf den zweiten Blick”.

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Windows Server Backup und der Filter Manager Event 3

Wer das Windows Server Backup nutzt, um Systeme zu sichern, könnte dabei auf folgende Einträge im Eventlog stoßen:

Event ID 3, Quelle: FilterManager
Der Filter-Manager konnte keine Verbindung mit dem Volume “\Device\HarddiskVolume109″ herstellen. Dieses Volume ist erst nach einem Neustart für die Filterung verfügbar. Der letzte Status war “0xC03A001C”.

Die Nummer des Volumes ändert sich dabei. Es können auch mehrere der Meldungen pro Backup-Lauf auftreten.

Der Auslöser dafür sind Volumes, die mal gemountet waren, es aber zur Zeit des Backups nicht mehr sind. Also zum Beispiel ein USB Stick, der mal am Server steckte oder ein iSCSI Volume, welches zur zeitweise verbunden wird.

Man kann das Problem auf zwei Weisen beheben. Entweder lässt man sich im Gerätemanager auch versteckte Geräte anzeigen und löscht dann nicht mehr vorhandenen Geräte vom Typ Laufwerk oder Speichervolume oder man nutzt dafür einfach folgendes Tool:

http://bytesolutions.com/Support/Knowledgebase/KB_Viewer/ArticleId/35/DevNodeClean-Download-remove-phantom-storage-device-nodes.aspx

Details zum Aufruf finden sich auf der Seite ebenfalls. Das Problem tritt übrigens auch unter Windows Server 2012 noch genauso auf wie schon unter 2008 R2 – und das Tool hilft auch dort noch weiter. Ich empfehle, es per Task Scheduler kurz vor jedem Backup durchlaufen zu lassen.

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ReFS unter Windows 8

Ein kurzer Einschub bei der ganzen Server-Updaterei – es ist mal wieder Windows 8 angesagt. Beim Server 2012 wurde nun ja ein neues Dateisystem namens ReFS eingeführt, welches auf lange Sicht mal NTFS beerben könnte. Einige Details dazu finden sich in diesem Artikel bei den MSDN Blogs.

Grundsätzlich wird ReFS sicherlich auch mal in die Client Betriebssysteme wandern, aber zur Zeit ist es nur für die Server-Versionen verfügbar – und auch dort nur für Datenpartitionen. Nachdem Windows 8 und Server 2012 die gleiche Basis nutzen, müsste aber ReFS an sich auch jetzt schon unter Windows 8 funktionieren. Und das tut es auch…

Wir brauchen dazu zwei Dateien von einer Server 2012 Installation. Die ReFS.sys und die uReFS.dll aus C:\Windows\System32 bzw. C:\Windows\System32\Drivers. Diese werden beim Windows 8 PC an die selbe Stelle kopiert. Danach wird folgendes als ReFS.reg gespeichert und per Doppelklick importiert:

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\WINEVT\Publishers\{036647d2-2fb0-4e32-8349-3f5c19c16e5e}]
@="ReFS"
"ResourceFileName"=hex(2):25,00,53,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,52,00,6f,\
  00,6f,00,74,00,25,00,5c,00,73,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,33,00,32,00,\
  5c,00,64,00,72,00,69,00,76,00,65,00,72,00,73,00,5c,00,72,00,65,00,66,00,73,\
  00,2e,00,73,00,79,00,73,00,00,00
"MessageFileName"=hex(2):25,00,53,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,52,00,6f,00,\
  6f,00,74,00,25,00,5c,00,73,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,33,00,32,00,5c,\
  00,64,00,72,00,69,00,76,00,65,00,72,00,73,00,5c,00,72,00,65,00,66,00,73,00,\
  2e,00,73,00,79,00,73,00,00,00
"ParameterFileName"=hex(2):25,00,53,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,52,00,6f,\
  00,6f,00,74,00,25,00,5c,00,73,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,33,00,32,00,\
  5c,00,64,00,72,00,69,00,76,00,65,00,72,00,73,00,5c,00,72,00,65,00,66,00,73,\
  00,2e,00,73,00,79,00,73,00,00,00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\WINEVT\Publishers\{036647d2-2fb0-4e32-8349-3f5c19c16e5e}\ChannelReferences]
"Count"=dword:00000001

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\WINEVT\Publishers\{036647d2-2fb0-4e32-8349-3f5c19c16e5e}\ChannelReferences]
@="System"
"Id"=dword:00000008
"Flags"=dword:00000001

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Winners\amd64_microsoft-windows-refs-fsd_31bf3856ad364e35_none_f85c6806add23570]
@="6.2"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Winners\amd64_microsoft-windows-refs-fsd_31bf3856ad364e35_none_f85c6806add23570\6.2]
"6.2.9200.16384"=hex:01
@="6.2.9200.16384"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Winners\amd64_microsoft-windows-refs-mof_31bf3856ad364e35_none_f889b594adafe46b]
@="6.2"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Winners\amd64_microsoft-windows-refs-mof_31bf3856ad364e35_none_f889b594adafe46b\6.2]
"6.2.9200.16384"=hex:01
@="6.2.9200.16384"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Winners\amd64_microsoft-windows-refs.resources_31bf3856ad364e35_de-de_6729a2f9adc1d79c]
@="6.2"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\SideBySide\Winners\amd64_microsoft-windows-refs.resources_31bf3856ad364e35_de-de_6729a2f9adc1d79c\6.2]
"6.2.9200.16384"=hex:01
@="6.2.9200.16384"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\WMI\Autologger\ReFSWmiLog]
"LogFileMode"=dword:00008400
"MinimumBuffers"=dword:00000008
"Start"=dword:00000000
"GUID"="{5b35cb76-1814-46a7-ad3e-963c637681dc}"
"MaximumBuffers"=dword:00000010
"ClockType"=dword:00000002
"BufferSize"=dword:00000040
"Status"=dword:00000000

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\WMI\Autologger\ReFSWmiLog\{740f3c34-57df-4bad-8eea-72ac69ad5df5}]
"EnableLevel"=dword:00000000
"Enabled"=dword:00000001
"LoggerName"="ReFSWmiLog"
"EnableFlags"=dword:e8008007
"_Description"="ReFSWmiLog Trace Provider"

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\EventLog\System\ReFS]
"ProviderGuid"="{036647d2-2fb0-4e32-8349-3f5c19c16e5e}"
"EventMessageFile"=hex(2):25,00,53,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,52,00,6f,\
  00,6f,00,74,00,25,00,5c,00,73,00,79,00,73,00,74,00,65,00,6d,00,33,00,32,00,\
  5c,00,64,00,72,00,69,00,76,00,65,00,72,00,73,00,5c,00,72,00,65,00,66,00,73,\
  00,2e,00,73,00,79,00,73,00,00,00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\ReFS]
"BootFlags"=dword:00000080
"DisplayName"=""
"ErrorControl"=dword:00000001
"Group"="Boot File System"
"Start"=dword:00000003
"Type"=dword:00000002

Damit ist Windows 8 in der Lage ReFS zu lesen, zu schreiben und zu formatieren – genau wie es beim Server 2012 ebenfalls funktioniert.

Ach ja: es gibt keinen 32-bit Server 2012 und somit geht leider die 32-bit Version von Windows 8 momentan leer aus, was ReFS angeht. Aber möglicherweise gibt es ja mit irgendeinem Update ReFS auch mal offiziell für die Client Windows Versionen.

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