20, 40 oder 41 Megapixel? Darf’s noch etwas mehr sein?

Seit den Zeiten der ersten digitalen Kameras ist kaum etwas so sehr in den Fokus gerückt wie die Auflösung des Sensors. Was in den Anfangszeiten sinnvolle Verbesserung war, wurde irgendwann nur noch zu einem Rennen nach noch mehr Megapixeln. Ob Kompaktkamera, DSLR oder Smartphone, immer höhere Werte sollten für angeblich immer bessere Kameras stehen.

In der Welt der Smartphones gibt es allerdings noch ein paar Gründe, die tatsächlich für Sensoren mit vielen Pixeln sprechen. So kam Nokia 2012 mit der “PureView” Technik auf den Markt. Das mit dem Symbian Betriebssystem laufende Nokia 808 wurde mit einem 41 Megapixel Sensor herausgebracht. Es speichert im Normalfall aber nur Bilder mit kleinerer Megapixel-Zahl, nutzt dabei aber die große Masse an Bildinformationen des Sensors, um die Bilder zu verbessern.

Auch besitzen Smartphones keine Zoom-Optiken, wie man sie an anderen Kameras findet. Ein Zoomen findet somit immer digital statt. Bei den meisten Geräten dadurch, dass das vorhandene Bild hochgerechnet wird. Bei Geräten mit sehr hochauflösendem Sensor nimmt man stattdessen einfach nur einen Teilbereich des tatsächlich aufgenommenen Bildes – mit deutlich besseren Ergebnissen als beim digitalen Zoom.

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Aber am Ende zählt das Resultat. Und da ich die Chance habe, drei interessanteste Geräte aus dem Bereich mal testen zu können, habe ich diese natürlich genutzt.

Es treten an: das im letzten Artikel schon ausführlich beschriebene Huawei P20 Pro, das Microsoft Lumia 950 und das Nokia Lumia 1020.

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Zum Huawei selber gibt’s nicht mehr viel zu sagen. Alle Details finden sich im vorherigen Blog-Artikel. In diesem Test wurde die AI Funktion deaktiviert und als Zielformat 40 Megapixel 4:3 ausgewählt.

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Das Microsoft Lumia 950 hatte ich auch schon mal im Blog. Meiner Meinung nach ist es immer noch eine der besten Smartphone-Kameras mit Single-Optik am Markt – und damit bin ich nicht einmal alleine. Leider wurde es nie bei DxOMark mal ausführlich getestet und fehlt daher in deren Bestenliste. Ein 20 Megapixel Sensor und ein Objektiv mit f1,9 sind angesagt, an dem Zeiss mitgewirkt hat. Die erzeugten Bilder kommen im 16:9 Format mit 16 Megapixeln.

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Und das Nokia Lumia 1020 ist mit dabei. Der direkte Nachfolger des oben genannten 808 PureView hat einen ähnlichen Sensor wie dieses. 41 Megapixel sind möglich, das Objektiv ist mit f2,2 nicht ganz so lichtstark. Es kam Mitte 2013 auf den Markt. Das Gerät hier wurde damals während der Preview-Phase auf Windows 10 Mobile aktualisiert, wofür allerdings die Lumia Camera App nicht mehr zur Verfügung steht, welche alle Optionen der Kamera bot. Die eingebaute Kamera App speichert Bilder ausschließlich in 16:9 mit 33 Megapixeln.

Leider ist mit dem 1020 in der Form auch kein RAW Format bei Bildern möglich, weswegen ich mich auf JPEG Bilder beschränkt habe. Deren verlustbehaftete Kompression verschlechtert das Ergebnis natürlich – aber sie macht das ja bei allen Geräten. Insofern werden trotzdem die Unterschiede deutlich.

Eigentlich hätte ich noch mal als Vergleich ein Gerät mit deutlich weniger hochauflösendem Sensor mitnehmen sollen. Das fällt mir allerdings auch erst jetzt beim Schreiben des Artikels ein.

Schauen wir aber doch mal auf ein paar Beispielbilder…

IMG_20180927_141605 Huawei P20 Pro

WP_20180927_14_16_22_Rich Microsoft Lumia 950

WP_20180927_14_16_33_Pro Nokia Lumia 1020

Es fällt gleich mal auf, dass das Bild des 1020 ziemlich blaustichig wirkt. Das 950 zeigt sehr kräftige Farben, wirkt etwas bräunlicher als das Huawei. Aber schauen wir doch mal auf die Details, um die es bei hohen Auflösungen ja geht. Also habe ich einfach mal die Krone unter der Bahnhofsuhr vergrößert.

Bild1P20Pro Huawei P20 Pro

Bild1Lumia950 Microsoft Lumia 950

Bild1Lumia1020 Nokia Lumia 1020

Ein minimaler Unterschied zeigt sich tatsächlich. Die Details sind bei den beiden Geräten mit höherer Pixelanzahl ein klein wenig besser zu erkennen. Allerdings sind die Unterschiede halt wirklich nur minimal.

IMG_20180927_145531 Huawei P20 Pro

WP_20180927_14_56_05_Rich Microsoft Lumia 950

WP_20180927_14_55_30_Pro Nokia Lumia 1020

Auch hier zeigt das Lumia 950 wieder ein etwas ins Bräunliche gehendes Bild, während die anderen beiden Kandidaten farblich recht ähnlich liegen. Schauen wir auch hier mal wieder auf Details.

Bild2P20Pro Huawei P20 Pro

Bild2Lumia950 Microsoft Lumia 950

Bild2Lumia1020 Nokia Lumia 1020

Wenn man sich die Zaunpfähle anschaut, sind diese beim P20 Pro vergleichsweise scharf, beim Lumia 950 etwas unschärfer und beim Lumia 1020 kaum mehr zu erkennen.

IMG_20180927_150033 Huawei P20 Pro

WP_20180927_15_01_45_Rich Microsoft Lumia 950

WP_20180927_15_00_57_Pro Nokia Lumia 1020

Indirektes Gegenlicht ist so eine Situation, bei der an sich HDR angesagt wäre, um alle Details des Bildes mitzunehmen. Die Bereiche links werden ansonsten zu dunkel, da der Bereich rechts sehr hell beleuchtet ist. Und auch hier schauen wir mal auf ein Detail, in diesem Fall die Brücke im linken Drittel.

Bild3P20Pro Huawei P20 Pro

Bild3Lumia950 Microsoft Lumia 950

Bild3Lumia1020 Nokia Lumia 1020

Im Pixelbrei kann man beim P20 Pro wieder am meisten Details erkennen, mit etwas Abstand folgt das Lumia 950 und am Schluss das 1020.

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Man braucht eigentlich die Modelle gar nicht mehr dran schreiben, das Lumia 950 sticht farblich hervor und zwischen P20 Pro und Lumia 1020 kann man dann anhand des Bildformates unterscheiden…

Bei der Belichtung bietet es sich an, mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungspunkten zu schießen. Wählt man einen helleren Punkt für die Messung, wird die Blende weiter geschlossen, dunklere Bildbereiche saufen ab. Wählt man einen dunkleren Bereich, ist die Blende weiter offen, helle Bereiche überstrahlen. HDR, teilweise gekoppelt mit einer Szenen-Erkennung per “AI” kann dabei helfen, so etwas zu vermeiden, gerade beim Schnappschüssen. Lässt man sich etwas mehr Zeit pro Foto, bekommt man das Optimum aus dem Bild.

Es zeigt sich am Ende somit recht deutlich, dass nur Megapixel alleine nicht glücklich machen. Der Rest drumherum muss auch passen. Und hier schlägt die moderne Technik im Huawei insbesondere das fünf Jahre alte Lumia 1020 um Längen. Trotzdem ist selbst dieses immer noch brauchbar als Kamera-Smartphone – auch wenn es heute lange nicht mehr im High-End-Bereich mitspielt.

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Dreiäugiges Monster – Das Huawei P20 Pro im Test

Im Juli hatte ich im Blog ja einen Kurztest des Huawei P20 Lite und damals schon angekündigt, dass ein Test des P20 Pro folgen würde. Nun denn, es hat ein wenig länger gedauert als gedacht, aber man will so ein Gerät ja auch etwas ausführlicher in Augenschein nehmen. Die Gelegenheit hatte ich – seit Juli ist das P20 Pro mein sowohl beruflich als auch privat ausschließlich genutztes Smartphone.

Schauen wir auf die trockenen Details. Huawei verbaut einen 6,1” FullHD+ OLED Bildschirm, den Kirin 970 8-Kern-SoC aus eigener Fertigung, 6 GB Ram, 128 GB Flash und eine Kamera mit drei Objektiven mit Leica Logo. Installiert ist Android 8.1 mit Huaweis EMUI Oberfläche. Die kompletten Spezifikationen finden sich natürlich auch wieder auf der Huawei Webseite.

Nimmt man das Gerät zuerst in die Hand, fällt neben der Farbgebung zuerst mal das Gewicht auf. Mit 180 Gramm liegt das P20 Pro vergleichsweise schwer in der Hand. Ein Galaxy S9 ist merkbar leichter, ein iPhone X hat zumindest noch ein paar Gramm weniger. Bei der Wahl der Farbe darf man zwischen schwarz, blau und “twilight” aussuchen. Letzteres ist eine Farbgebung, die je nach Blickrichtung changiert und mal blau, türkis oder pink aussieht.

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Das P20 Pro kommt mit schnellladefähigem Netzteil, USB-C Kabel, Klinke-auf-USB-C Adapter, USB-C Headset und bereits aufgeklebter Displayschutzfolie. Leider ist diese hier minimal zu weit oben aufgeklebt, so dass sich oben etwas Staub sammelt. Zudem ist eine durchsichtige Schutzhülle im Lieferumfang. Ohne Schutzhülle sieht man natürlich gerade auf der glänzenden Rückseite jeden Fingerabdruck. Mit Schutzhülle kommen die Farbenspiele der “twilight” Variante nicht ganz so toll zur Geltung. Aber ich will das Gerät ja nutzen und nicht anschauen, also kommt die Schutzhülle weiter zum Einsatz.

Auch hier hat das Display oben eine “Notch”, d.h. eine Einkerbung, die die Front-Kamera, einen Lautsprecher und die Benachrichtigungs-LED unterbringt. Ein Face-Unlock ist damit möglich, allerdings nicht empfehlenswert. Die Kamera dürfte sich relativ einfach überlisten lassen.

Huawei hat leider die 3,5mm Klinkenbuchse weggelassen, wie es mittlerweile bei vielen Smartphones der Fall ist. Ob man den USB-C Adapter jederzeit dabei hat, ist eher fraglich. Ihn zu Hause am guten Kopfhörer dranzulassen, dürfte die sinnvollste Verwendungsform sein. Das mitgelieferte Headset ist klanglich okay, aber vom Tragekomfort eher mäßig. Das Design sieht nach einem Klon der Apple EarPods aus. Das nackte Plastik steckt eher nicht so gut im Ohr.

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Ein Nachteil zeigt sich nach wenigen Wochen der Benutzung von Netzteil, Headset und Kabeln: man macht den Unsinn von Apple nach und färbt alles weiß ein. Das sieht toll aus, wenn es aus der Packung kommt. Liegt das Netzteil samt Kabel mal für eine Dienstreise im Notebook-Rucksack, sieht das Weiß schon ziemlich dreckig aus.

Der USB-C Anschluss mit USB 3.1 Gen. 1 am Gerät kann auch dazu verwendet werden, das P20 Pro an einem großen Bildschirm zu betreiben. Man sieht dann einen richtigen Desktop und kann seine Android Apps im Fenster mit Maus und Tastatur bedienen. Das funktioniert sogar am Microsoft Dock, welches damals zur Lumia 950 Serie verkauft wurde. Allerdings scheitert man leider auf halber Strecke, denn Tastatur und Maus müssen über Bluetooth gekoppelt werden. Eine USB-Tastatur und –Maus am Dock werden nicht erkannt. Schade.

Trotz Glas-Rückseite kann das P20 Pro leider nicht drahtlos aufgeladen werden. Der für mich so einzig größere Kritikpunkt. Anders als das Lite ist es allerdings wasserdicht nach IP67 Schutzklasse.

Es gibt vom P20 Pro Varianten mit Single- und Dual-SIM. Ich hab allerdings bisher noch kein Single-SIM Modell zu Gesicht bekommen. Eine MicroSD Karte statt der zweiten SIM zu verbauen ist nicht möglich, eine Erweiterung der 128 GB Speicher somit nicht möglich. Beim Dual-SIM Modell sind beide SIMs voll LTE-fähig, anders als beim vorher getesteten P20 Lite. Es werden alle gebräuchlichen Frequenzbänder unterstützt.

Anders als beim P20 Lite sitzt der Fingerabdruckleser hier auf der Vorderseite – für mich persönlich die sinnvollere Anordnung. Die verbauten Lautsprecher sind okay, um mal ein Video von Youtube zu schauen. Ein Stereo-Effekt ist zwar vorhanden, aber da sollte man dann doch eher auf Kopfhörer setzen.

Das Android 8.1 System bekam seit dem Start des Tests mehrfach Updates. Zumindest die Sicherheitspatches von Google fanden relativ schnell ihren Weg aufs Gerät. Zum Zeitpunkt des Berichtes hier ist das System auf dem Stand August 2018. Für Android 9 gibt es zumindest einen Betatest und auch Android 10 ist für die Zukunft versprochen. Hoffen wir, dass Huawei das Versprechen hält.
Zur EMUI Oberfläche hatte ich beim P20 Lite Test schon etwas geschrieben. Sie ist gut nutzbar, einen alternativen Launcher habe ich bisher nicht installiert.

Die sonstigen Leistungsdaten sind mehr als ausreichend und somit ist die Bedienung auch jederzeit fix. Der “Schwuppdizitätsfaktor” ist hoch. Nur ganz selten tauchte es auf, dass die Twitter App überraschend langsam startete. Möglicherweise auch ein Problem der App selber.

Einige Zickereien bei Bluetooth Verbindungen sind im Laufe der Zeit verschwunden. Ob durch die eingespielten Updates oder den dafür notwendigen Neustart, lässt sich nachträglich nicht klären. Aber mittlerweile laufen Bluetooth Verbindungen stabil zu allen Geräten.

Kommen wir zum Highlight: dem Kamerasystem. Huawei hat ja schon bei verschiedenen Tests mit der Kamera gepunktet. Beim DxOMark Test steht das P20 Pro seit dem Release mit 109 Punkten einsam an der Spitze. Das richtige Gerät also, um die DSLR zu Hause zu lassen und loszuziehen.

Eine Selfie-Kamera mit 24 Megapixeln und f2,0 Blende vorne sowieso hinten drei Linsen mit 40 Megapixeln (f1,8), 20 Megapixeln (s/w, f1,6) und 8 Megapixeln (Zoom, f2,4) klingen schon nach etwas. Eine optische Bildstabilisierung gibts auch noch. Der Autofokus ist schnell und stellt fast immer schon auf das passende Objekt scharf.

Ein dreifacher Zoom ist somit optisch möglich, die fünffache Zoomstufe wird dann davon ausgehend interpoliert. Bilder werden standardmäßig mit 10 Megapixeln in 4:3 Format gespeichert. Alternativ ist es möglich, direkt mit 40 Megapixeln zu speichern (ebenfalls 4:3). Hier fallen allerdings zusätzliche Kamera-Funktionen weg, da diese die zusätzlichen Pixel der Sensoren nutzen würden. RAW Format ist selbstverständlich auch möglich. Ich habe mich mit den 10 Megapixeln und JPEG im Normalbetrieb arrangiert.

Zum Beginn des Tests hatte Huawei in der Kamera-App standardmäßig die AI-Funktionen aktiv. Die Kamera erkennt dann automatisch das Motiv und stellt sich darauf ein. Bei den unteren Testbildern wurde rechts als Szenerie “Pflanzen” erkannt, links das gleiche Motiv ohne AI.

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Da sieht man dann auch schon gleich, dass man die AI ein wenig vorsichtig benutzen sollte. Die Bilder werden mit und ohne AI klasse, sind mit AI aber ggfs. ein wenig sehr optimiert auf knallige Farben. Hat die Kamera als Szenerie “Blauer Himmel” oder “Pflanzen” erkannt, wirkt Haut auf den Bildern schon fast orange.

Mittlerweile ist nach einem der Updates die AI Funktion standardmäßig aus und man kann sie auf Wunsch aktivieren. Die folgenden Testbilder sind allesamt mit aktiver AI Funktion geschossen worden.

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Im Nachtmodus legt das P20 Pro dann noch mal nach. Das linke Foto ist abends aufgenommen worden, die Umgebung war bis auf die Laternen völlig dunkel. In dem Fall hat das Foto 50 Sekunden gedauert.

Das rechte Foto mit dem Mond im Gegenlicht war nach fünf Sekunden im Kasten.

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Auch eine Bokeh-Funktion für künstliche Unschärfe im Hintergrund von Portrait-Fotos ist natürlich dabei und funktionierte gut.

Und auch hier zum Abschluss ein Blick auf den Akku. Der hat 4000 mAh und ist damit auch mit für das vergleichsweise hohe Gewicht verantwortlich. Allerdings will ja auch einiges an Funktionen mit Strom versorgt werden. An manchen Stellen ist Huawei sehr strikt in Sachen Stromsparen und dreht manchen Apps ein wenig zu sehr die Hintergrunddienste ab. Wer also von manchen Apps Benachrichtigungen vermisst, sollte hier in den App-Einstellungen diese von diesen Stromsparfunktionen ausnehmen.

Mit zwei aktiven SIM Karten, privaten und beruflichen Apps, d.h. mehreren Mail-Konten, Messengern und normaler Nutzung komme ich mit dem Gerät locker über zwei Tage mit einer Akkuladung. Mit viel Nutzung von Display und Kamera habe ich es schon mal geschafft, den Akku in weniger als 24 Stunden zu leeren. Spiele nutze ich nicht und habe ich daher auch nicht getestet. Wer sein Handy eh jede Nacht lädt, wird mit dem P20 Pro sicherlich keine Probleme bekommen.

Fazit: das P20 Pro ist momentan die beste Smartphone-Kamera und ein ziemlich feines Android-Smartphone noch dazu. Wer schon auf der Android Schiene unterwegs ist, kann bedenkenlos zugreifen und bekommt verdammt viel Leistung fürs Geld.
iOS Nutzer werden vermutlich nicht ihr Ökosystem für einen Wechsel aufgeben. Sie müssen sich allerdings fragen, ob ihnen das in sich besser optimierte iOS wirklich Apples saftige Preise wert ist.

Das Huwei P20 kostet aktuell (September 2018) je nach Farbe zwischen 660 und 690 EUR, wobei schwarz am günstigsten, “twilight” am teuersten ist. Beim iPhone Xs in der kleinen 64 GB Ausführung startet man hingegen bei 1149 EUR.

Huawei P20 Pro in “twilight”
Huawei P20 Pro in schwarz
Huawei P20 Pro in blau

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Ach Edge, ich hab’s ja versucht mit dir…

Ich war das. Der eine Nutzer, der tatsächlich in Windows 10 den Edge Browser genutzt hat. Zumindest für das letzte Jahr. Nun ist damit erst einmal Schluss.

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Microsoft und das Thema Browser ist so eine Geschichte, die kann man kaum erzählen, ohne sehr, sehr weit zurück zu blicken. In die Zeiten, in denen Webentwickler ihre Seiten per Hand auf den Internet Explorer angepasst hatten, welcher Möglichkeiten bot, die sich in keinem Webstandard fanden. Microsoft hatte damals mit dem IE einen ziemlich deutlichen Vorsprung technisch und in Sachen Marktanteil. Der Netscape Navigator war innerhalb relativ kurzer Zeit stark geschrumpft.

Die Weiterentwicklung des IE wurde nach der Version 6 aber irgendwie immer langsamer. Die nachfolgenden Versionen brachten wenige Änderungen und räumten auch nicht mit Altlasten auf. Diverse Firmen hatten ihre Intranet-Anwendungen auf Techniken wie ActiveX aufgesetzt, welche nun als Klotz am Bein des IE hingen. Sicherheitsprobleme kamen durch diese auch immer wieder dazu.

Mit Windows 10 hat man sich dann entschieden, einen Schnitt zu machen. Der alte IE 11 blieb für die veralteten Intranet-Anwendungen der Firmen mit an Bord. Dazu kam Microsoft Edge. Ein neuer Browser mit moderner Engine, ohne Altlasten und mit einem Konzept, welches schnelle Änderungen ermöglicht, welche im Internet notwendig sind.

Dummerweise ist die Entwicklung eines neuen Browsers auch für einen Riesenkonzern wie Microsoft keine kleine Aufgabe und offenbar dachte man sich, dass man lieber ein schnelles Release macht, als Windows 10 nur mit einem veralteten IE auszuliefern. Damit kam Edge auf den Markt und wirkte von vorne bis hinten unfertig.

Es fehlten grundlegende Features, die Bedienung war nicht angenehm, das Design sah irgendwie auch unfertig aus. Die User, die Windows 10 neu bekamen und sich vielleicht mal Edge angeschaut haben, haben diesen dann maximal genutzt, um einen anderen Browser herunterzuladen.

Ich hatte damals eine Zeit Mozilla Firefox genutzt, war irgendwann auf Google Chrome umgestiegen. Und dabei blieb es dann auch. Auch als Edge auf den Markt kam.

Mit der Zeit hat man dann in Edge nachgelegt. Die Engine im Hintergrund wurde deutlich verbessert, es kamen fehlende Funktionen und spätestens ab Windows 10 Version 1709 war Edge eigentlich auf einem recht guten Weg. Und ich hatte den Gedanken, es doch mal damit zu probieren. Also die Daten importiert, Chrome deinstalliert von allen Geräten, quasi ein harter Umstieg.

Und anfangs lief das überraschend gut. Edge brauchte deutlich weniger Ressourcen als Chrome und ernsthafte Probleme mit Webseiten konnte ich nicht feststellen. Vor allem ist Edge halt auch gleich da, ohne dass man extra etwas installieren und ggfs. noch aktuell halten muss.

Der Kleinkram, der mich noch störte, würde ja hoffentlich mit den nächsten Versionen von Windows 10 und Edge irgendwann beseitigt werden. Doch irgendwie ist man bei Microsoft falsch abgebogen. Statt Fehler zu beseitigen und Features für die große Masse einzubauen, hat man sich auf Features für Nischen konzentriert.

Natürlich hat man die Engine im Hintergrund weiter ausgebaut und Edge kann mittlerweile fast alles in Sachen HTML5, was die Webentwickler so nutzen möchten. Aber sonst?

In den letzten Versionen hat man immer wieder drauf hingewiesen, dass Edge deutlich sparsamer wäre in Sachen Akkuverbrauch. Das interessiert mich maximal dann, wenn ich tatsächlich mobil unterwegs bin und dann die ganze Zeit surfe. Was hier recht selten vorkommt. Also es ist ein schönes Feature, aber wenn man schon damit wirbt, hat man denn nichts sonst zu bieten?

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Ich habe noch nie in einem Browser mit einem Stift herummalen wollen. Ich kann mir für die große Masse der Normalnutzer zu Hause und im Büro auch keinen Grund vorstellen das zu tun. Trotzdem hat man über mehrere Versionen hinweg riesig viel in diese Richtung investiert und eine sicherlich ganz tolle “Windows Ink” Unterstützung in Edge eingebaut und dafür ordentlich geworben. Nutzt das jemand?

So sinnvolle Dinge wie im Verlauf suchen zu können, das Öffnen eines Links der nicht als Link markiert ist oder Einstellungen, die nicht völlig sinnfrei in eine schmale Leiste am rechten Rand gequetscht sind, das wäre mal was gewesen…

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Warum kann man die Einstellungen nicht auf Seitenbreite des Browsers anzeigen, anstatt diverse Unterseiten an den rechten Rand zu kleben?

Warum kann man Edge bzw. neue Tabs nicht immer mit leerer Seite starten? Es geht nicht. Selbst wenn man als Startseite “about:blank” einträgt, wird auf der ansonsten leeren Seite in einem neuen Tab ein Bereich mit zwei Links angezeigt, die für mich völlig unnötig sind.

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Ich habe doch in den Einstellungen die Möglichkeit, genau diese Optionen als Startseite zu wählen. Mache ich das nicht, sehe ich stattdessen Links zu den Dingen, die ich grad explizit abgeschaltet habe? Ehrlich Microsoft, sowas ist ziemlich trolliges Verhalten!

Die Daten von Edge wie z.B. Favoriten lassen sich bequem per Microsoft Konto synchronisieren. Dummerweise kann man dies nur, wenn das Microsoft Konto mit Windows verbunden ist. Das klappt aber seit einigen Windows 10 Versionen nicht mehr, wenn das Gerät in einer Domäne hängt. Einen AzureAD Account kann man alternativ nicht nutzen. Ja, es gibt Workarounds für die Nutzung des MSA bei Domänen-Rechnern, aber sinnvoll sind die für die Masse nicht.

Dass Nutzer einen Browser nur dann verwenden, wenn sie die Daten auch mit ihren Mobilgeräten synchronisieren können, war auch für Microsoft klar. Und nachdem man die eigene Mobilplattform abgesägt hat, entstand dort eine gewisse Leere. Also brachte man Edge für iOS und Android heraus. Unter iOS zwangsläufig mit der Safari Engine von Apple, unter Android der Einfachheit halber mit der Chrome Engine von Google.

Wer also ein Windows 10 mit Microsoft Account verwendet, sollte nun über alle möglichen Geräte Favoriten synchronisieren können. Kann man auch, aber die Erfahrung ist… nun sagen wir mal freundlich “suboptimal”. Die Synchronisation überträgt z.B. nicht, welche Einträge in der Lesezeichenleiste nur als Symbol oder als Symbol mit Text dargestellt werden. Und manchmal synchronisiert sie einfach mal alles neu, wodurch dann auf allen mit dem MS Konto verbundenen Edge Browsern alle Einträge in der Favoritenleiste wieder in der Standardeinstellung “Symbol und Text” dargestellt werden. Und man darf das auf allen Geräten wieder geradebiegen.

Mal abgesehen davon, dass bei vielen Seiten einfach kein Icon in den Favoriten angezeigt wird, sondern nur das Standard-Symbol. Obwohl das Seiten sind, die sauber ein Favicon eingebunden haben. Auch nach mehrfachem Laden nicht. Favorit wieder gelöscht, Seite neu hinzugefügt, wieder Standard-Symbol. Na gut, man lernt halt auswändig, welches Symbol an welcher Stelle was öffnet.

Noch schöner wird es, wenn man auf einem Gerät Edge startet und die Favoriten dann leer sind. Kann ja mal passieren. Eine sinnvolle Synchronisationslogik sollte sowas erkennen. Die von Microsoft natürlich nicht. Der gerade genutzte Edge hat keine Favoriten? Na dann wird das doch gleich mal auf alle Geräte synchronisiert. Wenn man mehrere Geräte nebeneinander laufen hat, kann man dann zuschauen, wie langsam überall die Favoriten verschwinden. Natürlich ist die Synchronisationsroutine aber nicht so stabil, dass sie es schafft, auch wirklich überall alles zu entfernen. Auf manchen Geräten bleiben manche Favoriten einfach mal so bestehen.

Glück hat derjenige, der vorher mit Edge Manage ein Backup gezogen hat und dieses dann zurückspielt. Damit sind alle Favoriten wieder da. Sagte ich schon, dass man dann auf allen Geräten wieder einrichten muss, dass nur Symbole und kein Text in der Favoritenleiste gezeigt werden? Für jedes einzelne Element? Nein? Dann hab ich’s jetzt gesagt.

In diversen Foren zeigte sich hier die Problematik, dass sich die automatische Rechtschreibkorrektur nicht deaktivieren ließ. Ich mag sowas nicht. Hinweise sind völlig in Ordnung, aber eine Autokorrektur, die irgendwelche Texte von mir teilweise sinnfrei verändert, die muss nicht sein. Normalerweise sollte Edge die systemweite Einstellung dazu berücksichtigen – soweit die Theorie. In der Praxis funktionierte das hier auf den meisten Seiten und mit den meisten Rechnern nicht.

Standardmäßig zeigt Edge keine Seiten an, die auf dem lokalen Rechner liegen. Aus Sicherheitsgründen angeblich. Vermutlich sind es genauso Sicherheitsgründe, dass Edge es nicht interessiert, wenn ich mit dem etwas älteren ShrewSoft VPN Client eine Verbindung ins heimische Netz aufbaue. Zumindest greift Edge nicht über die VPN Strecke auf Seiten im heimischen Netz zu, während alle anderen Browser das können. Am Ende sind mir die Gründe egal. Ich will auf meine Systeme zugreifen. Über eine VPN Verbindung. Edge kann oder will es nicht.

Und dann gibt es am Ende ja auch noch ein paar Dinge, an denen Microsoft nicht Schuld ist. Dass Youtube bei Edge fürchterlich zäh wirkt, ist alleine ein Problem von Google. Dort wird im neuen Design ein veralteter Befehl genutzt, den nur Chrome implementiert hatte. Ruft man Youtube mit dem IE auf, bekommt man ein altes Design, welches die Probleme nicht kennt. Alle anderen Browser bekommen das neue Design und lahmen dann. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Allerdings ist es bei den aktuellen Marktanteilen kein Wunder, dass die Webentwickler ihre Seiten auf Chrome anpassen. Was wir am Anfang der Geschichte umgekehrt mit dem IE hatten. Statt sauberes, standardkonformes HTML5 zu nutzen, werden spezielle Webkit- bzw. Blink-Erweiterungen verwendet. Am Ende ist das Web dann wieder nur mit einer Browser-Engine sinnvoll nutzbar. Aus der Geschichte lernen viele also nicht.

Am Ende wurde jetzt hier wieder Chrome installiert. Dessen Synchronisation von Favoriten funktioniert. Auch mit Mobilgeräten. Man kann in der History suchen. Man kann in Einstellungen suchen. Die Einstellungen sind nicht irgendwie in eine schmale Leiste geklemmt. Er zeigt Favicons sauber an. Man kann ihn besser per GPO verwalten als Edge. Und er braucht mehr Ressourcen. Damit kann ich mittlerweile bei den ganzen Vorteilen im Vergleich zu Edge leben.

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Ersatz fürs Lumia? Das Huawei P20 Lite im Kurztest

Nachdem Microsoft sich aus dem Bereich der Smartphones zurückgezogen hat, und die aktuellsten Geräte mit Windows 10 Mobile bald drei Jahre alt sind, wird es wohl Zeit, sich ernsthafter mit Alternativen zu beschäftigen.

Dass die Wahl zwischen den verbleibenden Alternativen – Android und iOS – für mich ein wenig wie die Wahl zwischen Pest und Cholera ist, hatte ich an verschiedenen Stellen schon erwähnt. Aber das hilft ja nichts.
Bei iOS bindet man sich mit Haut und Haaren an einen einzelnen Hersteller, der für deftige Preisgestaltung aber auch vergleichsweise langen Support bekannt ist. Android liegt je nach Wunsch in ganz anderen Preisbereichen, der Support der Hersteller ist aber teilweise weiterhin katastrophal. Was bleibt?

Google hat seit einiger Zeit das Android Enterprise Recommended Programm gestartet. Die teilnehmenden Geräte der verschiedenen Hersteller müssen bestimmten Kriterien entsprechen – sowohl bei Ausstattung als auch beim Support mit Sicherheitsupdates. Die Details finden sich auf der genannten Webseite. Wichtigster Punkt ist die Verpflichtung der Hersteller zu mindestens drei Jahren Update-Support und zwar mindestens alle 90 Tage. Garantiert. Apple bietet zwar in der Praxis momentan mehr, allerdings garantiert man das nirgendwo.

Und was für Unternehmen ein wichtiger Punkt ist, hilft auch dem Privatmann. Neben Googles eigenen Geräten finden sich seit einiger Zeit in der Liste der Geräte auch verschiedene Modelle von Nokia, Sony, Moto und Huawei. Insbesondere deren Preisgestaltung sorgt dafür, sich so ein Gerät mal genauer anzuschauen.

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Das Huawei P20 Lite ist die kleinste Variante der P20 Serie, welche noch das normale P20 sowie das P20 Pro umfasst. Es ist in der Preisklasse um 280 EUR Straßenpreis zu haben und gilt damit wohl als “untere Mittelklasse”. Die Ausstattung liegt allerdings auf einem Niveau, welches es vor wenigen Jahren nur in der Oberklasse gab.
Ein Achtkern-SoC aus eigenem Hause, 5,84” FullHD+ Display mit “Notch”, Dual-Kamera hinten, 4 GB Ram, 64 GB Flash, Fingerprint. Das ist schon eine Hausnummer und viel Ausstattung fürs Geld. Die kompletten technischen Details lassen sich auf der Seite von Huawei nachlesen. In manchmal etwas lustigem Deutsch, wie die Farbvariante “Klein Blue” zeigt.

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Das P20 Lite gibt es als Single- als auch als Dual-SIM Version, wobei die zweite SIM anstatt einer Micro-SD-Karte verbaut werden kann. Entweder mehr Speicher oder mehr Konnektivität ist also angesagt. Zum Test habe ich hier die Variante in “Midnight Black”, welche ziemlich unauffällig daherkommt, aber dadurch auch recht edel wirkt. Die Kanten des Rahmens sind an den oberen Ecken fühlbar, aber alles passt und das Gerät liegt gut in der Hand. Fast zu gut, denn durch die gläserne Rückseite rutscht das Handy schnell weg, wenn es nicht auf absolut ebenen Oberflächen liegt. Zudem steht die Kamera leicht hervor, d.h. eine Schutzhülle ist meiner Meinung nach auf jeden Fall notwendig. Die hilft dann hoffentlich auch gegen Fingerabdrücke, die man auf dem glänzend schwarzen Glas sofort sieht. Wasserdicht oder –abweisend ist das Huawei leider nicht.

Das IPS Display hat etwas mehr als FullHD Auflösung. Dass es kein OLED ist merkt man an nicht ganz so knackigen Farben. Die Helligkeit und Farben an sich sind aber okay. Nur bei richtig starkem Sonnenlicht wirds schwierig, das Display abzulesen. Die Seitenränder sind schmal, die “Notch” oben sorgt auch dort für ein schmales Aussehen. In der Ausbeulung verbergen sich die Frontkamera, ein Lautsprecher sowie die Lade-LED. Leider scheint diese nicht als Benachrichtigungs-LED nutzbar zu sein.

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Der Fingerabdrucksensor ist auf der Rückseite und reagiert wirklich zügig. Am unteren Rand finden sich Kopfhörerbuchse, ein moderner USB-C Port (allerdings nur USB 2.0) und ein Lautsprecher. a/b/g/n/ac WLAN in beiden Frequenzbändern, NFC und Bluetooth 4.2 runden die Sache ab. Das P20 Lite unterstützt dabei aptX und aptX HD für möglichst hochqualitative Audio-Übertragung über BT. Bluetooth 5.0 gibt’s noch nicht, also auch keine Möglichkeit, z.B. zwei Bluetooth Headsets auf einmal zu koppeln.

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Das war die Hardware, da ist ja alles dran. Kommen wir zum System. Aktuell wird Android 8.0 mit Sicherheitspatch vom 1. Juni verwendet. Android 8.1 ist nicht verfügbar, aber immerhin die Sicherheitsupdates sind auf dem aktuellen Stand. Huawei verwendet seine eigene “EMUI” Oberfläche. Als iPhone Nutzer sollte man schnell damit zurecht kommen. Wer Windows gewöhnt ist, stellt vielleicht in den Einstellungen lieber auf “Drawer” Ansicht um und hat dann ein zentrales Menü mit alphabetischer Liste aller Apps plus die Desktops mit den gewünschten Symbolen und Widgets.

Das System ist nicht überfrachtet mit Bloatware, aber ganz ohne geht es leider auch nicht. Netflix, Booking.com, irgendwie muss Huawei wohl den Gerätepreis subventionieren. Zum Glück spart man sich Unsinn wie einen eigenen Browser, sondern installiert einfach Chrome vor. Wer unter Windows Edge nutzt, kann diesen natürlich auch aus dem PlayStore nachinstallieren, um dann genauso Favoriten zu synchronisieren.

Die Oberfläche reagiert zügig. Dass man kein High-End-Gerät in den Händen hält merkt man eher selten. Manche App dauert einen Moment länger zum Start, was einem allerdings auch nur dann auffällt, wenn man ein deutlich schnelleres Gerät daneben hält.

Die Dual-SIM-Funktion ist durchgängig verfügbar, lässt sich allerdings bei Verwendung von “Android for Work” nicht zwischen privatem und beruflichem Profil fest zuordnen. Ich kann also nicht eine der SIM Karten fest dem beruflichen Profil zuordnen und dann zusammen mit diesem aktivieren und deaktivieren. Das P20 Lite kann übrigens nur auf der SIM1 LTE nutzen. Auf SIM2 ist ausschließlich Edge verfügbar – sie dient also eigentlich nur zum Telefonieren.

Viel wird heute mit dem Handy “geknipst” und auch bei mir hat das Smartphone dafür gesorgt, dass die dicke Spiegelreflex fast immer im Schrank bleibt. Die Kamera im P20 Lite kommt mit zwei Sensoren, einem 16 Megapixel Sensor plus einem 2 Megapixel Sensor, welcher sich nur um die Bildtiefe kümmert. Die Kamera steht etwas aus dem Gehäuse heraus.
Die Kamera-App bietet viele Optionen und lässt auch das Speichern von RAW Bildern zu. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Bilder überraschend gut. Die Software schärft manchmal etwas stark nach, aber Farben kommen gut zur Geltung.
Bei schlechterem Licht oder Dunkelheit sieht es dann schon anders aus. Da merkt man doch, dass man eben in der Mittelklasse unterwegs ist. Die Kamera-App bietet zwar einen Nachtmodus, allerdings ist das Ergebnis nicht wirklich brauchbar. Dafür sind schlicht teurere Geräte notwendig.
Schön gemacht ist die Möglichkeit, per Doppeltipp der Leiser-Taste das Handy aufzuwecken, die Kamera zu starten und ein Bild zu machen – und das meist in unter einer Sekunde. Für Schnappschüsse definitiv brauchbar. Einige Testbilder finden sich hier:

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Die Selfie-Cam ist okay. Mehr gibt’s nicht dazu zu sagen. Ein Test-Foto erspare ich der Leserschaft lieber auch. Bei den aktuellen Temperaturen möchte niemand meine verschwitzte Visage in groß sehen.

Und gleich noch eine kleine Fotoserie nachts zum Vergleich. Von oben nach unten Huawei P20 Lite, Samsung S7 Edge und zum Vergleich eine DSLR, die Canon EOS400:

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Auf der DSLR war kein wirklich lichtstarkes Objektiv (Tamron 18-270mm), insofern bleibt die Kamera da etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück – ist allerdings auch schon 2006 auf den Markt gekommen. Eine aktuelle DSLR samt passendem Objektiv spielt in einer ganz anderen Liga. Allerdings auch preislich. Und man hat sie halt auch nicht immer dabei.
Bei den beiden Smartphones liegt das S7 Edge hier deutlich vorne. 2016 war das allerdings auch Samsungs High-End-Modell.

Zum Schluss noch zwei nächtliche Panoramen, oben Huawei, unten Samsung:

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Das wäre dann wohl deutlich und ich sollte nicht weiter drauf rumreiten. So viel also zur Kamera.

Die ganzen Features müssen natürlich auch mit Strom versorgt werden. Der 3000 mAh Akku schafft es, dass das Handy knappe zwei Tage bei mir durchhält. Bei leichter Nutzung, ein wenig Telefonie, Mail, Chat, einigen Fotos. Im Vergleich hält es damit ähnlich lange wie das vergleichsweise genutzte Samsung Galaxy S7 Edge. Allerdings steckt im Samsung nur eine einzelne SIM Karte. Wer das Gerät deutlich stärker nutzt als ich, sollte immer noch locker durch den Tag kommen. Wechselbar ist der Akku leider nicht.

Fazit: das Huawei P20 Lite ist ein überraschend starkes Mittelklasse-Smartphone. Es reicht für den Normalnutzer locker aus und lässt wenig Wünsche offen. Nur wer LTE auf beiden SIM Karten braucht, ein wasserdichtes Gerät oder eine Kamera mit zusätzlichen Optionen wie Zoom oder guten Nachteigenschaften, sollte sich nach einem besseren Gerät umschauen.

Eine Möglichkeit wäre das Huawei P20 Pro. Das soll ja die aktuell beste Handy-Kamera bieten und viele weitere Features, die man am P20 Lite noch vermisst. Und wenn alles gut geht, hab ich das dann nächste Woche hier im Test.

Das Huawei P20 Lite gibt es zum Beispiel hier zu kaufen.

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Warum man RDP niemals öffentlich erreichbar betreibt

…und immer brav Updates einspielen sollte.

Eine kleine Geschichte zwischendurch, denn auch der dümmste Fehler kann nachher immer noch als abschreckendes Beispiel dienen. Winking smile

In einem kleinen Test-Umfeld lief ein Windows Server 2016, der an sich aus dem Internet nur per https erreichbar sein sollte. Für Wartungszwecke wurde zwischendurch auch mal RDP in der Firewall erlaubt und hinterher dann wieder abgeschaltet. Und da es kein offizielles System, sondern halt nur eine Bastelei darstellen sollte, fehlte natürlich auch der Schutz von möglichen IDS/IPS Lösungen.

Da das Spiel- und Bastelprojekt irgendwie einige Zeit nicht mehr so recht wollte, geriet das System etwas aus den Augen. Natürlich hat sich in der Zwischenzeit auch niemand um Updates gekümmert. Automatische Updates waren ebenfalls nicht aktiviert, insofern dämmerte der Server da so unbenutzt vor sich hin. Und da ja weiter gebastelt werden sollte, war nach den letzten Arbeiten auch der RDP Port offen geblieben…

Heute kam dann das A-Ha-Erlebnis: die Anmeldung per RDP klappt nicht mehr. Das Passwort sei angeblich falsch. Nun ja, es ist Montag und das System wurde lange nicht genutzt. Aber es waren zwei Personen, die unabhängig voneinander scheiterten. Also musste es ja wohl an der Maschine liegen.

Es folgte der “Hausbesuch”, bewaffnet mit Monitor und Tastatur, um dem System mal richtig zu Leibe zu rücken. Der Versuch der Anmeldung scheiterte dann mit folgender Meldung:

youfuckedup

Ha ha!

Da hat also tatsächlich jemand das seit einigen Monaten (ich würde vermuten seit März oder April) nicht mehr gepatchte System gekapert, die Passwörter geändert und seinen eigenen Anmeldetext eingetragen.

Wir haben dann nicht mehr getestet, ob die Daten wirklich verschlüsselt worden waren, sondern die Installation entsorgt.

Zwei Dinge darf man also definitiv daraus lernen:

  • Sicherheitsupdates sind wichtig, Systeme werden definitiv angegriffen.
  • RDP nach außen direkt zu öffnen – auch testweise – ist eine ziemlich dumme Idee.
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HP Stream 7 mit Windows 10 neu installieren

Normalerweise ist es ja eigentlich keinen Artikel wert, ein Windows auf irgendeinem Gerät neu zu installieren. Stick rein und los! Da fängt dann allerdings beim Stream 7 von HP schon der Spaß an, denn das kleine 7” Tablet hat keinen normalen USB Port. Und die Installation von Windows 10 bietet von Haus aus keinen Touchscreen-Support. Zeit also, doch einen kleinen Artikel dafür zu bauen.

Was wir brauchen:

Das Stream 7 sollte zuerst mal voll aufgeladen sein, denn der MicroUSB Anschluss beim Tablet dient auch zum Laden. Und das klappt nicht gleichzeitig, wenn daran der Adapter hängt.

Der USB Stick wird entweder mit dem Windows 10 Media Creation Tool vorbereitet oder z.B. per Rufus. Da das Gerät normalerweise mit Windows 8.1 Home bzw. Windows 8.1 for Bing ausgeliefert wurde, sollte auf dem Stick dann auch wieder ein Windows 10 Home liegen. Es empfiehlt sich die 32-bit Version, da das Tablet nur 1 GB Ram hat. Wer Rufus nutzt, sollte drauf achten, dass der Stick im GPT Modus partitioniert wird. Unser Stream 7 nutzt nur UEFI Boot.

Angeschlossen ans ausgeschaltete Stream 7 wird nun also der USB-OTG Adapter, daran wird der USB Hub gehängt und an diesen dann USB Stick, Tastatur und Maus.

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Beim Anschalten wird die Leiser-Taste rechts gedrückt gehalten, bis das Tablet ins Bootmenü startet. Hier sind noch Touch-Funktionen aktiv, aber auch unsere Tastatur. Mit F9 geht’s ins Auswahlmenü des Bootmediums. Hier muss nur der Installations-USB-Stick gewählt werden und die Installation startet.

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Die Installation läuft dann ganz normal durch. Es empfiehlt sich, alle Partitionen auf der kleinen internen eMMC zu löschen, um keinen Platz für eventuelle Recovery-Partitionen oder ähnliches zu verschwenden.

Nach der Ersteinrichtung des Systems, auf Wunsch mit oder ohne Microsoft Konto, und den entsprechenden Einstellungen bezüglich Datenschutz-Optionen empfiehlt sich zuerst mal der Aufruf von Windows Update. Da Windows den WLAN Adapter von Haus aus erkennt, sollte es dabei keine weiteren Schwierigkeiten geben, so bei der Ersteinrichtung eine WLAN Verbindung eingerichtet wurde.

Über Windows Update kommen leider nicht alle Treiber fürs Stream 7, insofern sind ein paar Downloads von der HP Treiber-Webseite für das Stream 7 notwendig. Dort finden sich zum Glück alle notwendigen Treiber – plus ein paar überflüssige Dinge.

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WLAN- und Audio-Treiber sind nicht notwendig. Diese kommen mit Windows schon in aktuelleren Versionen mit. Auch der HP Support Assistant ist unnötig. Falls das BIOS Update noch nicht installiert wurde, sollte auch dieses gleich mit heruntergeladen werden.

Es empfiehlt sich, mit dem Touchscreen-Treiber anzufangen, dann mit dem  großen Paket aus Chipsatz-, Grafik- und weiteren Treibern weiterzumachen.

Am Ende ist noch ein wenig Aufräumarbeit angesagt. Der C:\Swsetup Ordner, den die HP Installationspakete angelegt haben, sollte wieder gelöscht werden. Auch werden von Windows ja immer ein paar Apps mit installiert, die nicht gebraucht werden. Da kann man ebenfalls je nach Geschmack etwas deinstallieren.

Es empfiehlt sich dringend der Einsatz einer SD Karte, um darauf über die Windows Einstellungen die Standard-Ziele für Apps, Dokumente, Offline-Karten und sonstiges zu verlagern. Die integrierte 32 GB eMMC ist ansonsten viel zu schnell voll.

Und dann heißt es: das Stream 7 wieder ans Netzteil klemmen und erst einmal in Ruhe lassen, damit Windows seine ganzen Hintergrundaufgaben, die nach der Installation noch so ablaufen, in Ruhe fertig bekommt.

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Windows 10 1803–April 2018 Update

Der Frühling lässt noch etwas auf sich warten, das diesjährige Windows 10 Frühlingsupdate hoffentlich nicht mehr. Am 10.04. soll die Verteilung starten, so zumindest die allgegenwärtige Gerüchteküche. Klingt logisch, das wäre der April-Patchday und der würde sich für den Start der Verteilung anbieten.
Zeit also, mal einen Blick auf die neue Version zu werfen – und auch etwas unter die Haube.

Wichtigste sichtbare Neuerungen sind “Timeline” sowie das weiter verbreitete “Fluent” Design. Und natürlich darf das Emoji-Keyboard (welches ja gerade für Apple-Nutzer offenbar sehr, sehr wichtig ist Smile) nicht fehlen, welches jetzt u.a. auch für deutsche Nutzer verfügbar ist.

Die Timeline ersetzt das Symbol für die Task-Ansicht und lässt sich auch mit Win+Tab aufrufen. Sie zeigt nicht nur aktuell offene Fenster an, sondern stellt gleichzeitig einen Zeitstrahl bereit mit vorher genutzten Apps und Webseiten – und das auch über mehrere Windows 10 Geräte hinweg, so dies denn in den Einstellungen erlaubt wird. Die Anbindung von iOS/Android Geräten soll ebenfalls kommen.

Dazu sind weitere Einstellungen von der alten Systemsteuerung in die modernen Einstellungen gewandert.

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Beispielsweise die Soundeinstellungen, die jetzt ihren Weg in die Einstellungen gefunden haben sowie die Einstellung der Autostart-Programme. Die Funktionen der Datenträgerbereinigung finden sich jetzt ebenfalls hier, wie auch die deutlich erweiterten Funktionen bezüglich Benachrichtigungen (“Benachrichtigungsassistent” genannt).

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Auch die Einstellungen der Windows Suche “Cortana” sind jetzt nicht mehr eigenständig, sondern direkt in den modernen Einstellungen zu finden. Langsam wirken diese damit auch etwas vollständiger. Auch deren Design wurde etwas überarbeitet und wirkt nicht mehr ganz so platzverschwendend.

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Die Übersicht der installierten Schriftarten inkl. Details zu diesen findet sich jetzt ebenfalls hier und zwar in deutlich aufgeräumterer und ausführlicherer Weise. Eine neue Schrift gibt es auch noch, die sich “Bahnschrift” nennt. Jedem deutschen Verkehrsteilnehmer sollte diese Schrift seltsam bekannt vorkommen…

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Edge hat einige neue Features bekommen, sowohl sichtbare als auch unsichtbare. Sichtbar ist auf jeden Fall der neu gestaltete “Hubs” Bereich, der Downloads und Favoriten zusammenfasst. Hier gönnt man sich jetzt mehr Platz und auch das Menü wurde überarbeitet. Warum man immer noch die Einstellungen als kleine Leiste am Rand anzeigt und nicht im Vollbild darf man sich allerdings weiterhin fragen.
Edge kann in der Favoritenleiste nun pro Favorit wahlweise den Namen anzeigen oder nicht, Tabs stummschalten, kennt Autofill für Formulare und vieles mehr. Eine komplette Liste findet sich hier.

Eine nette kleine neue Funktion ist die “Umgebungsfreigabe”. Bluetooth oder WLAN sind Voraussetzung und dann lassen sich spontan mit anderen Windows 10 Geräten in der Nähe Daten austauschen. Einfach z.B. eine Datei im Explorer anklicken “Freigabe” auswählen und verfügbare Geräte in der Nähe werden gesucht. Geht natürlich auch über die “Teilen” Funktion aus Apps. Und ganz ohne Cloud.
Dafür ist die “Heimnetzwerk” Funktionalität weggefallen. Die herkömmlichen Funktionen zum Freigeben von Daten in einer Arbeitsgruppe gibt es aber weiterhin.

Der Bereich “Windows Defender” wurde ebenfalls erweitert. Insbesondere hat man die Oberfläche etwas übersichtlicher zusammengefasst. Die in den letzten Builds der vorherigen Version durcheinandergeratenen Anzeigen im Bereich des Exploit-Schutzes sehen wieder richtig aus und mit der “Kernisolierung” bzw. der dort vorhandenen Funktion “Speicher-Integrität” gibt es auch ein neues Sicherheitsfeature, welches bisher nur Nutzern der Enterprise-Version zur Verfügung stand.

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Benutzer mit einem lokalen Konto können jetzt Sicherheitsfragen einrichten, um im Falle eines vergessenen Passwortes dieses auch ohne Microsoft Konto zurücksetzen zu können.

Dazu gibts einige Erweiterungen und Verbesserungen in Sachen HDR und der Darstellung von HDR und SDR Inhalten auf HDR-fähiger Hardware. Und am endlosen Thema “Skalierung” hat man auch erneut gearbeitet, so dass auch ältere Programme bei hochauflösenden Displays trotz Skalierung noch sinnvoll nutzbar sind.

Der ganze Bereich Kommandozeile und damit auch das “Windows Subsystem for Linux” wurden ebenfalls erneut erweitert. Wer mag, kann jetzt Kali Linux direkt unter Windows 10 betreiben. Dazu ist jetzt der OpenSSH Client standardmäßig in Windows 10 dabei und der dazugehörige Server lässt sich als Feature nachinstallieren.
Mehr Details zu Kommandozeile und WSL und deren Neuerungen finden sich hier.

Und das Thema Datenschutz wurde noch mal angepackt. Bisher wurde Microsoft ja von manchen Datenschützern böse dafür kritisiert, dass man den Leuten die Möglichkeit gibt, die vorgesehenen Standard-Einstellungen einfach mit einem Klick zu übernehmen. Der Nutzer, der sich nicht weiter interessiert hätte somit Einstellungen übernehmen können, die er so nicht übernommen hätte, wenn sie ihn denn interessiert hätten. Oder so. Winking smile Nun ja, man hat es umgebaut. Ab sofort muss man verschiedene Datenschutz-Einstellungen bei der Installation (bzw. nach dem Upgrade) einmalig mit ja/nein auswählen, bevor man die jeweiligen Optionen bestätigen kann. Damit kann dann wirklich niemand mehr behaupten, er hätte ja keine Wahl gehabt.
Zudem findet sich die Möglichkeit, alle Telemetriedaten per “Diagnostic Data Viewer” einzusehen und zu durchsuchen. Wird wohl kein Mensch wirklich machen, aber zumindest gäbe es die Möglichkeit.
Andere Themen aus dem Bereich Datenschutz wären die verfeinerten Berechtigungen für den Zugriff aufs Dateisystem durch UWP Apps.

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Das Update der bisherigen Systeme hier verlief übrigens unproblematisch. Nahezu alle Einstellungen wurden übernommen, alle Programme liefen weiter und nachdem die Backups des alten Windows per Datenträgerbereinigung entsorgt wurden, waren ein paar GB mehr Platz auf der Disk als vorher. Kann also losgehen mit dem Update!

[Update]
Nun gab es doch noch Änderungen und das Update kam doch erst am 30.04. raus und wird ab dem Mai Patch-Day am 8.5. allgemein verteilt. Zudem heißt es doch nicht „Spring Creators Update“ sondern ganz sinnig „April 2018 Update“. Man sollte sich diese tollen Namen bei Microsoft einfach abgewöhnen, wenn man schon völlig ideenlos zu sein scheint. Die Überschrift wurde entsprechend des neuen Namens angepasst.

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