Windows 8 Release Preview–Schöne Aussichten?

Ich habe mir ziemlich lange Zeit gelassen mit einem Blogpost über Windows 8. Die Developer und die Consumer Preview gingen unkommentiert vorbei. Vermutlich weil ich beim ersten Blick auf die Developer Preview Dinge gedacht habe, die ich so im Blog nicht hätte schreiben wollen. Allerdings war es eine frühe Preview und die Idee, speziell für Entwickler die Metro Oberfläche zu zeigen, klang an sich nicht schlecht.

Mit der Consumer Preview wurde hier dann ein gebrauchtes Tablet angeschafft, denn schon relativ am Anfang war klar, dass die Oberfläche eigentlich nur mit Touchbedienung Spaß machen kann. Und nun ist die Release Preview da. Angeblich so weit komplett, dass sich nicht mehr viel ändern soll. Und nun grübele ich ernsthaft, was man bei Microsoft denkt und kann nur den Kopf schütteln.

Das Oberflächendesign von Windows war seit Windows 95 eine relativ geradlinige Sache. Es kamen Funktionen hinzu, es wurden auch mal einzelne Punkte im Design geändert oder Abkürzungen eingebaut. Selbst wo man für den Aufruf einer Funktion mal einen Schritt mehr brauchte, war dies meist sinnvoll zu begründen. Wer Windows in den letzten 17 Jahren gesehen hat, konnte es im Grundsatz bedienen. Auf dem Desktop und in der Leiste unten finden sich Symbole, die man anklicken kann und die sich erklären, wenn man nur auf sie zeigt. Es gibt eine relativ deutliche Funktion zum Schließen von Fenstern und vor allem gibt es eine wunderbare Flexibilität. Jeder ordnet seinen Desktop und seine Symbole so an, wie er möchte. Stellt das Hintergrundbild wunschgemäß ein, verteilt Minianwendungen oder lässt es bleiben und öffnet Fenster in quasi beliebiger Menge, die sich auf dem Bildschirm stapeln, nebeneinander oder übereinander schieben und beliebig in der Größe verändern lassen. Nur ist das halt alles für die Bedienung mit Tastatur und Maus ausgelegt.

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Es gibt etwa 500 Millionen Windows 7 Installationen weltweit. Davon dürfte ein ganz winziger Teil auf den vorhandenen x86 Tablets zu finden sein, denn bisher war die Bedienung von Windows mit dem Finger schlichtweg grauenhaft. Nehmen wir mal an, es wäre eine Million installierter Tablets. Nun strickt Microsoft die komplette Oberfläche um. Zentraler Punkt des Systems ist Metro. Eine Oberfläche, die völlig anders ist. Sie ist mit Maus und Tastatur bedienbar, schreit aber förmlich nach der Bedienung mit dem Finger. Man kennt Metro von Windows Phone und auf den kleinen Handy-Displays mit ausschließlicher Bedienung per Finger ist das Konzept prima. Die Nutzer der einen Million x86 Tablets könnte auf die Idee kommen, auf Windows 8 umzusteigen. Und sie würden dadurch teilweise deutlich profitieren im Vergleich zu Windows 7 auf dem Tablet. Aber was ist mit der großen Masse?

Die große Masse an Windows Lizenzen verkauft sich im OEM Geschäft, also vorinstalliert auf neuen Geräten, die an Privatleute und Firmen verkauft werden. Insofern ist die Chance nicht gering, dass auch Windows 8 halbwegs zügig im Markt ankommt. Aber wie wird es dann aufgenommen werden? Wiederholt sich das Spiel mit Massen-Downgrades auf die Vorgänger-Version, wie man das bei Vista – vielleicht zu Unrecht – erlebt hat?

Es gibt weiterhin Symbole, die man anklicken oder antippen kann. Nun sind sie etwas größer, bieten einige Funktionen mehr und brauchen dadurch auch deutlich mehr Platz. Halt fingergerecht. Nur muss man mit der Maus dadurch deutlich weitere Wege zurücklegen als vorher. Hatte man innerhalb des Startmenüs nur ein paar hundert Pixel, die man die Maus bewegen und vielleicht mit dem Scrollrad nachhelfen musste, muss man nun teilweise über den gesamten Bildschirm wandern, um die passende Kachel aufzurufen.

Selbst mit der Tastatur wird es langsamer. Konnte man in Windows 7 einfach die Windows Taste drücken und lostippen um Dateien, Programme oder Einstellungen zu finden, muss man sich jetzt nach dem Tippen erst einmal entscheiden, wonach man eigentlich sucht, indem man bis zu drei Mal den Pfeil nach unten und dann Enter tippt, da die Suche zwischen Apps, Einstellungen und Dateien unterteilt ist. Bequem ist das nicht. Viel übersichtlicher auch nicht.

Und es kommt in meinen Augen noch schlimmer. Während die Kacheln jetzt mehr ins Auge stechen als früher die Symbole, hat man etwas eingeführt, um den unwissenden Benutzer zur Verzweiflung zu treiben: Gesten, aktive Ecken, “Swipen” von verschiedenen Seiten und Mausklicks an Stellen, von denen man nie vermutet hätte, dass man dort hin klicken könnte. Wie beendet man eine App? Wie beendet ein Benutzer, der 17 Jahre lang Windows benutzt hat – als einfacher Benutzer – und sich jetzt vor Windows 8 setzt, eine App? Wer gut aufgepasst hat, erinnert sich an Alt+F4. Aber sonst? Einen Knopf zum Schließen gibt es nicht. Lernen ist angesagt.

Man muss lernen, dass man Apps oben in der Mitte anfassen und nach unten ziehen kann, um sie zu schließen. Man muss lernen, dass man in die linke, untere Ecke quasi abseits der Oberfläche mit der rechten Maustaste klicken kann, um eine Art Start-Menü zu öffnen und dass man die Einstellungen einer App findet, wenn man in eine der rechten Ecken wandert und dann den Mauszeiger vorsichtig nach oben bzw. unten zieht. All dies mag ja ganz stylisch, modern und fingerkompatibel sein. Aber welcher normale Mensch kommt denn darauf? Und vor allem: wer am normalen PC oder Notebook will das?

Angeblich braucht man Apps ja auch gar nicht zu schließen. Sie werden, sobald sie im Hintergrund laufen, angehalten und sollen quasi keine CPU Zeit mehr verbrauchen. Tun sie auch nicht wirklich, aber Speicher brauchen sie auch weiterhin. Und warum soll man nicht einfach ein Programm beenden, wenn man weiß, dass man es so schnell nicht wieder braucht?

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Und wieso kommt man bei Microsoft jetzt auf die Idee, dass ich bei der Benutzung von Apps nur noch maximal zwei Sachen gleichzeitig sehen darf? Apps laufen immer im Vollbild und belegen entweder 1/3 oder 2/3 oder den vollen Bildschirm. Dummerweise klappt die Teilung aber erst ab 1366×768 Pixeln Auflösung. Ich kann also, während ich Mails lese, leider nichts sonst nebenbei im Blick behalten, weil das Notebook hier leider nur 1280×800 Pixel bietet. Wer es gewohnt war, dutzende Fenster aufzuhaben, weil man nebenbei schauen wollte, wer im Messenger online geht oder welche Änderungen sich bei einem Programm geben, der schaut bei Apps in die Röhre. Eine App zur Zeit, maximal zwei bei passender Auflösung. Und wer “alte” Desktop-Programme benutzt, kann diese zwar ähnlich wie bisher anordnen, schaut aber spätestens in die Röhre, sobald das Metro Startmenü geöffnet wird. Das legt sich nämlich grundsätzlich immer über alles. Wer also bisher im Fenster ein Video laufen hatte und nebenbei noch andere Dinge gemacht hat, bekommt für die Zeit nichts vom Video mit, wie Apps oder das Metro Menü offen sind. Und man denke mal nicht, dass man bei FullHD oder gar noch größeren Auflösungen mehr als zwei Apps auf den Bildschirm bekommt.

Installierte Programme legen bis zu Windows 7 ihre Programmsymbole in Ordnern im Startmenü ab. Meistens sortiert nach Hersteller des Programmes, also findet man das Microsoft Office auch im Ordner “Microsoft” Office und IrfanView im Ordner “Irfanview”. Und dort findet sich auch nicht nur die Verknüpfung zu dem jeweiligen Programm, sondern oft auch noch zur Hilfe, zu Uninstallern oder zu jedem einzelnen Hilfsprogramm, was im Paket mitgeliefert wird. Wenn so ein Ordner also am Ende zehn Symbole beinhaltet, ist das nicht unnormal, aber kein Problem. Innerhalb der zehn Symbole findet man sich schnell zurecht und durch die Ordner herrscht eine relative Übersicht.

Bei Windows 8 landet jedes einzelne Symbol als Kachel in der Metro Oberfläche. Nebeneinander oder übereinander. Also schon einmal 14 Kacheln für Microsoft Office, neun Kacheln für IrfanView und so weiter. Mit ein paar installierten Programmpaketen darf man dann drei, vier oder fünf Seiten nach rechts scrollen, um in der unsortierten Liste von gleich großen und ähnlich aussehenden Symbolen das gewünschte zu finden. Oder man macht sich die Arbeit und räumt alles weg, was nicht gewünscht ist.

Wer froh war, mit dem Erscheinen von Windows 7 endlich keine dicken Pakete wie PowerDVD mehr installieren zu müssen, der darf jetzt die CD wieder rauskramen, falls DVD Wiedergabe auf dem PC gewünscht ist. Die Funktion wurde ausgebaut. Ebenso das Media Center. Und wenn man letzteres nachkauft, bekommt man exakt die Version, wie sie auch schon bei Windows 7 dabei war – zumindest ist in der Release Preview noch nichts von Änderungen zu entdecken.

Die mitgelieferten oder über den Store von Microsoft selber angebotenen Apps decken schon einen gewissen Grundbedarf ab und spätestens, dass die Mail App jetzt Microsoft Exchange direkt unterstützt, ließ meine Augen kurz leuchten. Dummerweise mag sie mit meinem Exchange Server nicht sprechen, auch wenn OWA funktioniert, Outlook funktioniert und selbst Autodiscovery und RPC over HTTPS sauber eingerichtet sind. Aussagekräftige Fehlermeldungen waren nicht immer Microsofts Stärke und hier hat man sich noch mal verschlechtert. Mehr als dass die Verbindung halt nicht klappt bekommt man nicht zu lesen.

Die Musik, Video und Bilder Apps scheinen auch nur etwas für typische Tablet User zu sein. Schlicht deswegen, da man auf Tablets ja meist nicht so viele Daten drauf bekommt. Am Notebook ist aber hier die komplette Musiksammlung verfügbar. Und das sind hunderte als MP3 gerippte CDs mit tausenden von Titeln. Die DVD Sammlung hat mittlerweile auch ihren Weg auf die Festplatte gefunden. Keine einzige der Apps kommt auch nur annähernd mit der Datenmenge klar. Selbst Microsofts Zune Software schafft es relativ problemlos, die Musiksammlung zu durchsuchen und darzustellen. Kopiert man einfach fünf Alben in die Musik Bibliothek, läuft die Sache. Sind es 500 Alben, ist die App nicht mehr benutzbar. Titel werden wild durcheinander in angeblichen Alben einsortiert und auch nach langer Wartezeit kommt keine sinnvolle Anzeige zustande.

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Es gibt einige Dinge an Windows 8, die gut gelungen sind und die Spaß machen. Das System startet schnell, braucht wenig Speicher und lässt sich auf einem Tablet prima bedienen. Selbst auf dem Acer W500 mit der kleinen AMD C-50 APU flutscht alles ganz wunderbar. Der Store für Apps ist gelungen, die Foto App durchsucht SkyDrive, Flickr, Facebook und lokale Ordner und die Apps für Nachrichten sind übersichtlich und schick. Die Verbesserungen am Explorer sind ebenfalls nicht zu verachten, ich gehöre schließlich auch zu den Leuten, die allgemein Ribbons mögen. Und vor allem ist die Kompatibilität fast perfekt und bisher kam mir nichts unter, was nicht lief.

Selbst dass beim Herunterfahren nur die Programme beendet werden und der Systemkern in den Ruhezustand einschläft, ist beim nächsten Aufwachen sehr angenehm. Nur muss der Anwender dazu erst einmal finden, wo man den Punkt zum Herunterfahren versteckt hat. Mal wieder ein Punkt, bei dem man wissen muss, wo er steckt, weil man ihn sonst nie findet.

Man kann sich Windows 8 so gestalten, dass man möglichst wenig Metro hat. Die Apps einfach deinstallieren, im Metro Startmenü nur die Symbole für die “alten” Programme, dann ist eine gewisse Gewöhnung möglich. Nur was hat man dann? Ein abgespecktes Windows 7 mit ein paar Designänderungen und einigen Verbesserungen “unter der Haube”.

Am Ende wirkt die Windows 8 Release Preview, als hätten zwei unterschiedliche Teams zwei völlig unterschiedliche Richtungen verfolgt, ohne sich zwischendurch abzusprechen, und dies mit Gewalt in ein System verpackt. Statt einer sauberen Trennung zwischen der Tablet- und der Desktop-Welt hat man nun ein System, dessen Desktop auf dem Tablet wie ein Fremdkörper wirkt (man aber ohne ihn nicht alles erreichen kann) und dessen Touch-Oberfläche auf allen nicht-Touch-Geräten ebenso unpassend ist.

Die Idee, eine einheitliche Oberfläche auf Smartphone, Tablet, PC und Konsole zu haben, wirkt auf den ersten Blick reizvoll, ist aber auf den zweiten Blick ein viel zu großer Kompromiss, der die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Plattformen nicht hervorbringt.

Aus einem Guss? Keinesfalls. Einheitlich zu bedienen? Absolut nicht. Ein Erfolg? Wohl nur dann, wenn plötzlich die Welt nur noch Touch will. Der Heimanwender mag noch mitziehen, aber spätestens im Business-Umfeld zweifle ich stark an einem Erfolg. Spätestens die Leute, die sich heute schon kaum von Windows XP trennen können, werden um Windows 8 einen großen Bogen machen. Und hier wird Windows 8 die erste Version seit Windows 2000, die mit Sicherheit nicht so schnell wie möglich auf allen Rechnern verteilt wird. Wenn Windows 8 im Herbst rauskommt, wird es auf genau einem Rechner installiert werden: meinem Tablet.

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6 Antworten zu Windows 8 Release Preview–Schöne Aussichten?

  1. Thomas Heck schreibt:

    Schöner Bericht. Ich bin bisher auch noch sehr gespaltener Ansicht was Windows 8 angeht, teilweise hat es ein paar nette Features, andererseits vermisst man das „gute alte“ Windows 7 Feeling. Ich habe bisher noch nicht viel mit den Preview Versionen von Windows 8 gearbeitet, werde dies aber über kurz oder lang durch die Firma müssen. Wir werden sehen, ob ich mich noch mit Windows 8 anfreunden kann.

    Danke für diesen mal „von einer anderen Seite“ berichteten Blogbeitrag, die meisten anderen großen Blogger sind ja relativ begeistert von Windows 8.

  2. Sam Jones (Indy) schreibt:

    Wenn ich das so lese, entsteht bei mir unweigerlich der Gedanke, dass Windows 8 ein „Spielzeug“ ist, dass sich nie und nimmer im normalen, harten Büroalltag und Geschäftsleben integrieren wird. Ich hatte bis vor kurzen noch Windows XP, dass bei mir jahrelang problemlos lief. Seit ein paar Monaten bin ich zuerst auf Windows VISTA umgestiegen, was ein „Nerv-Programm“ mit vielen Abstürzen und Bluescreens war und dann auf Windows 7 „upgedatet“. Das läuft bei mir seit ein paar Monaten problemlos und ich werde nicht jeden Hype mitmachen und mir so eine „Lachnummer“ anschaffen! 😉 Ich brauche für mein Büro ein Programm, das schnell und effizient arbeitet (vom PC mal abgesehen).

  3. Tom schreibt:

    Bedingt durch mein Studium verwende ich Windows 7, ansonsten bewerkstelle ich alles Andere unter Linux und Mac – was echte Betriebssysteme sind. Linux ist – bedientechnisch – inzwischen zu einem vollwertigen Desktopsystem ausgereift (stabil und sicher war Linux schon immer), woran sich Windows 7 und > mal ne Scheibe abschneiden können und es ist kostenlos. Mac – ok, ne Kostenfrage, aber was kann Windows, was ein Mac nicht könnte ? 😀 Nach meinem Studium werde ich mich wohl von Windows vollends verabschieden.

    Den Artikel von Ingo finde ich sehr interessant und er zeigt wieder einmal, dass sich die Windows-gemeinde immer mehr zu teilen scheint. In vielen Betriebssystemen gibt es zur Zeit große Umbrüche was die Benutzeroberflächen angeht, mit einer Ausnahme: der Mac bleibt seiner Bedienphilosophy treu – gut so! Ich denke, den Umbruch, den Microsoft mit Metro einläutet, ist wieder ein Grund für viele User sich nach einem neuen/anderen System umzuschauen. Was Microsoft da mit Metro veranstaltet kann nicht gut enden, aber bekanntlich ist Alles Geschmacksache. Mit 700 Mill. Installationen weltweit, kann man aber auch mal den einen oder anderen Nackenschlag wegstecken 😉

    • Ingo schreibt:

      Windows kann eine Menge, was OS X nicht kann. Vor allem kann es auf mehr Hardware laufen als nur auf der eines Herstellers.
      Wenn mir als Windows Benutzer heute die Hardware von Hersteller ABC nicht mehr gefällt, kaufe ich Hardware vom Hersteller XYZ. Oder ich drohe es Hersteller ABC zumindest an, um gesunden Wettbewerb zu erreichen. Was macht derjenige, der auf Apple setzt? Ein Wechsel zu einem Hardwarelieferanten wird da gleich zum kompletten Plattformwechsel.

      Hier steht auch u.a. ein Macbook Pro. Ich habe noch nichts gefunden, was mich wirklich davon überzeugt hätte, dass die Plattform grundsätzlich überlegen wäre. Vor allem sehe ich keinen Grund, alles vorhandene darauf umzustellen.

      • Tom schreibt:

        Steve Jobs hat vor langer Zeit einmal gesagt „…Ein Computer muß sexy sein…“. Er hat den Mac dazu gemacht! Mac’s sind stylisch und die Software ist perfekt auf die Hardware abgestiimt. Daß ist nur ein Punkt, der Windows schon auf verschiedenen Systemen scheitern läßt. Ein weiterer Punkt sind Standards. Viele Softwareentwickler kochen ihr eigenes Süppchen, auch was intuitive Bedienung angeht. Das schier große Angebot an PC-Hardware zwingt die Softwareentwickler ihre Programme und vor allem Treiber entsprechend anzupassen, was nicht immer fehlerfrei gelingt – selbst Microsoft nicht. Gefühlsmäßig wage ich zu behaupten, daß Microsoft sich mehr darauf konzentriert ein schickes, der Zeit entsprechendes System auf den Markt zu bringen, um sich Marktanteile zu sichern, aber Microsoft konzentriert sich zu wenig darauf ein System zu schaffen, daß schnell und stabil läuft und vor allem sicher ist! Wäre ein Windows-System genauso stabil und sicher wie ein Mac- oder Linux-System, dann hätte Apple ein echtes Problem. Viele Menschen, die den Computer in sehr vielen Branchen beruflich nutzen und teilweise ihre Excistenz darauf aufbauen verwenden in der Regel einen Apple-Computer. Ohne Apple in den Himmel heben zu wollen… ein Mac ist bis heute der zuverlässigste Computer.

      • Ingo schreibt:

        Dafür, dass Apple nur ein paar Plattformen unterstützt und Microsoft quasi unendlich viele Kombinationen, dafür läuft Windows insgesamt verdammt gut. Die Software selber ist stabil, solange die Hardware taugt.

        Windows ist spätestens seit XP SP2 auch recht sicher, was höchstens durch den Benutzer immer mal zunichte gemacht wird.

        Egal ob sexy oder nicht, hunderte von Millionen von Windows Installationen weltweit werden genutzt und davon hängen genauso Arbeitsplätze und Existenzen ab.

        Auch Apple kocht nur mit Wasser und wer sich mit Hard- und Software an einen einzigen Hersteller bindet, der geht damit m.E. ein deutlich zu hohes Risiko ein. Das merken jetzt bald wieder die User, deren kaum drei Jahre alte Apple Hardware von Mountain Lion verschmäht wird.

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