Zahlen bis zum Abwinken – 11 EUR Abgaben für Touchscreen Handys

Also ich habe Gebühren bzw. Abgaben an die Anbieter von Inhalten gezahlt beim Kauf von meinem PC, meinem Notebook, meinem MP3 Player, meinem Drucker, meinem Scanner. Für jeden einzelnen CD oder DVD Rohling habe ich die Abgabe bezahlt. Für jede Speicherkarte meiner Digitalkamera und jede Speicherkarte fürs Handy. Und jetzt demnächst auch noch beim Neukauf für das Handy selber. 11 EUR für ein Touchscreen Handy sollen es sein und 4 EUR für eines ohne Touchscreen.

Und all das dafür, dass ich mir die vielen Musik CDs, die ich mir eh kaufe, privat kopieren könnte, wenn jemand im Freundeskreis meinen Musikgeschmack hätte? Bei DVDs hörts ja dank CSS mit dem Kopieren schon wieder auf. CSS gilt immer noch als wirksamer Kopierschutz. Oder zahle ich dafür, dass ich die c’t, für die ich hier im Abo sowieso bezahle, einscannen und ausdrucken könnte? Selbst wenn, wieso sollte ich so einen Unsinn tun? Gehe ich zu Konzerten, darf ich nichts mitschneiden, um es im Freundeskreis weiter zu verbreiten. Selbiges gilt fürs Kino. In beiden Fällen habe ich allerdings den Eintritt bezahlt und dafür eine Leistung bekommen.

Bei all den Geräteabgaben wird immer nur gezahlt, gezahlt, gezahlt, egal ob die Zahlungen berechtigt oder sinnvoll sind. Und insbesondere in Zeiten von immer mehr Kopierschutzverfahren ohne überhaupt die Möglichkeit zu haben, privat  zu kopieren.

Also wofür bitte zahle ich?

Die Inhaltsanbieter schreiben immer wieder davon, dass die Privatkopie allgemein abgeschafft werden soll. Niemand hat bisher davon geschrieben, dass in diesem Zusammenhang auch die Geräteabgaben abgeschafft werden. Vermutlich denkt da auch keiner ernsthaft dran, dies im Falle der Abschaffung der Privatkopie tatsächlich zu tun.

Vorschlag zur Güte: ich zahle weiterhin all diese Abgaben in ihrer jetzigen Höhe. Dafür wird der Download von Musik, Filmen und eBooks von Download Webseiten wie RapidShare sowie der Austausch in Netzwerken wie BitTorrent oder eDonkey vollständig legal, soweit ich mit den Inhalten kein Geld verdiene, diese also nicht weiter verkaufe.

Damit wäre dann auch gleich diversen windigen Anwälten, Abmahnfirmen und ähnlichen die Grundlage entzogen und die Inhaltsanbieter könnten dort viel Geld einsparen und sich auf die großen Fische stürzen, die gewerblich Schwarzkopien vertreiben. Träume ich zu sehr?

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